D-AIQS: Immer noch fleißig unterwegs.

Inspektionen nötigLufthansa muss wegen Triebwerksproblemen länger mit alten Airbus A320 fliegen

20 Airbus A320 Neo der Lufthansa Group werden kommendes Jahr zu jeder Zeit am Boden stehen - weil bei den Triebwerken von Pratt & Whitney zusätzliche Inspektionen nötig sind. Um Annullierungen zu vermeiden, setzt Lufthansa alte Jets länger ein.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die D-AIQS ist der Methusalem unter den der Airbus A320 von Lufthansa. Die bald 31-jährige Maschine flog 1993 zunächst für Lufthansa, zwischendurch dann für Germanwings, bevor sie zum Crew-Trainer für Eurowings wurde und dann schließlich wieder zu Lufthansa wechselte. Während der Pandemie wurde der Jet mit Taufnamen Quedlinburg dann geparkt.

Doch dank der hohen Nachfrage nahm sie den Dienst im August 2022 wieder auf. Auch nach rund 50.300 Flügen ist die Maschine noch munter unterwegs und fliegt für die deutsche Airline aktuell innerdeutsche und innereuropäische Routen. Und vielleicht dürften sie und einige ihrer älteren Kollegen auch noch eine Weile länger unterwegs sein als gedacht. Lufthansa plant, die Einsatzdauer ihrer älteren Airbus A320 zu verlängern. Grund sind die Probleme mit Triebwerken von Pratt & Whitney, welche an vielen Airbus A320 Neo der Gruppenairlines verbaut sind.

Dutzende Flieger leasen

Wie diese Woche bekannt wurde, müssen 3000 Triebwerke über die kommenden drei Jahre zur Inspektion. Im Schnitt werden zu jedem Zeitpunkt 350 Airbus A320 Neo weltweit am Boden sein, weil zusätzliche Inspektionen nötig sind. Bei der Lufthansa-Gruppe werden es 2024 20 Flugzeuge sein, wie Konzernchef Carsten Spohr am Dienstag (12. September) in Washington verriet.

Um diese Ausfälle aufzufangen, plane man, ältere Flugzeuge länger zu fliegen, so der Lufthansa-Chef laut der Nachrichtenagentur Bloomberg weiter. Zudem werde man Dutzende Flugzeuge hinzu leasen, um die Auswirkungen auf den Flugplan zu minimieren. Ganz ausschließen wollte der Lufthansa-Chef potenzielle Netzwerkkürzungen aber nicht.

Verunreinigungen beim Pulvermetall

«Es ist noch zu früh, detailliertere Zahlen zu nennen, aber das wird erhebliche Auswirkungen auf uns haben», sagte Spohr laut dem Bericht. Es handele sich um eine der größten triebwerksbedingten Störungen der vergangenen Jahre.  Die heftigsten Auswirkungen erwartet er im kommenden Jahr.

Die Probleme mit den Getriebefan-Triebwerken des amerikanischen Herstellers Pratt & Whitney wurden Ende Juli bekannt. Bei der Verarbeitung von Pulvermetall war es zu Verunreinigungen gekommen. Zunächst hieß es, 1200 Triebwerke müssten zur Inspektion, inzwischen hat Pratt & Whitney die Zahl nach oben korrigiert. Mit 3000 ist die große Mehrheit der 3200 sich im Einsatz befindenden Getriebefan-Triebwerke betroffen.

Condor erwartet keine Auswirkungen

Airbus A319 Neo, A320 Neo und A321 Neo sind mit zwei Triebwerken von zwei Herstellern erhältlich. Neben den Motoren von Pratt & Whitney stehen auch Leap-1A-Triebwerke von CFM International zur Auswahl. Diese sind unter anderem an den A320 Neo der Lufthansa-Tochter Eurowings verbaut.

Konkurrentin Condor erwartet ihre ersten A320 Neo im kommenden Jahr. «Condor steht im kontinuierlichen engen Austausch mit Airbus sowie Pratt & Whitney, die bislang keine Auswirkungen für in der Planung stehenden Auslieferungen in 2024 erwarten», so eine Sprecherin zu aeroTELEGRAPH.

Mehr zum Thema

Weitere Triebwerksbauer haben Pulvermetall-Problem

Weitere Triebwerksbauer haben Pulvermetall-Problem

P&W-Triebwerk an einem Airbus A320 Neo: Viele müssen vorzeitig zur Inspektion.

Das ist Pratt and Whitneys neues Airbus-A320-Neo-Problem

GTF-Triebwerk auf einem Prüfstand von Pratt and Whitney: Die Motoren müssen zur Inspektion.

Problem mit Triebwerken für Airbus A320 Neo doppelt so groß wie gedacht

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.

Airbus A350-1000 ULR glückt Australien-Debüt

Video

Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.
Vor dem Einsatz muss ein neues Flugzeug zahlreiche Erprobungen bestehen. Airbus hat nun die Bodenvibrationstests des A350 F abgeschlossen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Schwingungsverhalten des Frachters und bilden die Grundlage für die Flugerprobung.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack