DLR Design Challenge 2024, Kategorie «Erfolgreicher Beitrag»: Das Konzept Mobula von einem Team der Uni Stuttgart. Der Nurflügler hat Platz für 72 Reisende und eine Reichweite von 1500 Kilometern. Das Konzept sieht eine Teilung der Rumpf- von der Flügelsektion am Flughafen vor. Angetrieben wird Mobula von sechs Elektropropellermotoren, die durch Elektrizität aus einer Brennstoffzelle und Batterien gespeist werden.

DLR-WettbewerbSechs Konzepte für das Kurzstreckenflugzeug der Zukunft

Nachhaltigere Kurzstreckenflugzeuge entwarfen Studierende in einem Wettbewerb des DLR. Mit dabei: fensterlose Rümpfe und eine Trennung von Rumpf und Flügeln.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

«Die Luftfahrt befindet sich in einem der intensivsten Transformationsprozesse ihrer Geschichte», sagt Anke Kaysser-Pyzalla, Chefin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR. «Deshalb besteht ein erheblicher Forschungs- und Entwicklungsbedarf.»

Daran mitarbeiten sollen auch Studierende bei der jährlichen DLR Design Challenge. Aufgabe in diesem Jahr war es, ein ökologisches und gleichzeitig wirtschaftliches Kurzstreckenflugzeug zu entwerfen, «da Kurzstreckenflüge einen signifikanten Anteil an den aktuellen CO2-Emissionen der Luftfahrt verursachen», erklärt das DLR.

Indienststellung bis 2050

Sechs Studierenden-Teams präsentierten nun bei der Abschlussveranstaltung des Wettbewerbs ihre Entwürfe, für die sie rund vier Monate Zeit hatten. Dabei durchliefen sie Prozesse wie beim echten Entwurf von Flugzeugen: von der ersten Konzeptidee über die Ausarbeitung technischer Aspekte und deren Berechnung bis hin zur Präsentation.

Es gehörte zur Aufgabenstellung, die Indienststellung bis 2050 einzuplanen. Ein vorgegebenes Netzwerk europäischer Regionalrouten soll durch das Flugzeug ökologisch und wirtschaftlich bedient werden können. Den Teilnehmenden war es selbst überlassen, Reichweite und Passagierkapazität zu wählen. Beim Energieträger konnten die Teams aus Wasserstoff, Elektrizität und nachhaltigem Flugkraftstoff in hybrider Anwendung wählen.

Elektrische Antriebe

Der erste Platz ging an das Team der TU Berlin mit ihrem Konzept Charge - eine Abkürzung für Carbon-neutral High-efficiency Aircraft for ReGional Electric flight. Es bietet Platz für 110 Fluggäste und setzt auf «die Kombination aus einer Box-Wing Konfiguration mit verteilten elektrischen Antrieben (DEP), um eine hohe aerodynamische und propulsive Effizienz zu erzielen», so das DLR. Mit reinem Batteriantrieb soll es 894 Kilometer fliegen.

Den zweiten Rang belegt ein Team der TU Braunschweig mit dem Konzept Volt Airs 95, wobei die Nummer im Namen für die Anzahl der Sitzplätze steht. Zehn elektrisch angetriebene Propeller sollen das Flugzeug bis zu 900 Kilometer weit bringen.

Box-Wing-Flügelanordnung

«Ein zusätzliches Triebwerk im Heck, betrieben mit nachhaltigem Flugzeugkraftstoff (SAF), wird für die Reservemission eingesetzt oder kann für eine verlängerte Flugdauer bei entfernteren Zielen hinzugeschaltet werden», erklärt das DLR. Die Batterien sind im Rumpf und den Flügeln untergebracht. Das Flugzeugdesign ist konventionell, verfügt aber über ein V-Leitwerk. Der fensterlose Rumpf ist mit Displays in der Kabine ausgestattet.

Platz drei erreichte ein Team der DHBW Ravensburg mit dem Konzept Hyper, was die Abkürzung ist für HYdrogen Powered Electric Regional aircraft. Darin finden 89 Fluggäste Platz, die damit bis zu 1250 Kilometer weit fliegen können. Es verwendet «eine hocheffiziente und innovative Box-Wing-Flügelanordnung», erklärt das DLR.

Rumpfnahe Strömung verwendet

Die elektrischen Antriebe werden durch eine hybride Stromversorgung gespeist: Im Reiseflug liefern Brennstoffzellen die Energie aus Flüssigwasserstoff, während Batterien zur Unterstützung in Flugphasen mit hohem Leistungsbedarf bereitstehen. Zudem sorgt laut DLR ein sogenannter BLI-Antrieb, der die rumpfnahe Strömung zur Schubgenerierung verwende, zu einer weiteren Verbesserung des Antriebswirkungsgrads.

Neben den ersten drei Plätzen gibt es bei der DLR Design Challenge 2024 drei Entwürfe in der Kategorie «Erfolgreicher Beitrag». Alle sechs sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie. Ein Klick aufs Bild öffnet die Galerie im Großformat.

Mehr zum Thema

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR stellt drei Entwürfe für Zukunftsflieger vor. Sehen Sie diese ...

Drei Entwürfe für das Flugzeug der Zukunft - und ein überraschender Favorit

Der größte Energia-Flieger:  Die Energia H2 Gas Turbine wird mit Wasserstoff oder SAF angetrieben und fasst 35 bis 50 Reisende.

Embraers Zukunftsflieger waren den Airlines zu klein

Boeings Hoffnungsträger X-66 startet 2028 zum Erstflug

Boeings Hoffnungsträger X-66 startet 2028 zum Erstflug

ticker-dlr-neu

DLR sucht das Evakuierungsflugzeug der Zukunft

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack