Air Force One aus Katar: Muss nachgerüstet werden.

Aus dem Dienst genommenNach Einsatz der alten Air Force One: Trump lässt Boeing 747-8 aus Katar nachrüsten

Eigentlich sollte die Boeing 747-8 aus Katar die alten Präsidentenjets möglichst rasch ablösen. Doch nachdem Donald Trump nach dem Nato-Gipfel zunächst wieder auf die bisherige Air Force One umstieg, kündigt er nun eine weitere Aufrüstung des neuen Jumbo-Jets an.

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Eigentlich sollten die alten Boeing 747, die als Air Force One unterwegs sind, ihren letzten großen Einsatz bereits hinter sich haben. Doch nach dem Nato-Gipfel in der Türkei flog Donald Trump zunächst nicht mit der neuen Boeing 747-8 weiter, die Katar den USA geschenkt hatte. Stattdessen setzte der Secret Service auf eine der beiden bisherigen Präsidentenmaschinen vom Typ VC-25A auf Basis der Boeing 747-200.

Offiziell wurde der Flugzeugwechsel nicht mit Sicherheitsbedenken begründet. Medien berichteten jedoch, dass die ältere Air Force One über weiterreichende Schutzsysteme verfüge. Trump selbst sprach später von einem möglicherweise «gefährlichen Flug», bestritt aber, dass Sicherheitsbedenken ausschlaggebend gewesen seien.

Trump kündigt Nachrüstung der Air Force One aus Katar an

Nun deutet der Präsident selbst an, dass die Boeing 747-8 noch nicht über alle gewünschten Fähigkeiten verfügt. Nach seiner Rückkehr vom WM-Finale in New Jersey sagte Trump, das Flugzeug werde in etwa einem Monat erneut außer Dienst gestellt und anschließend «maxed out» sein. Welche Systeme nachgerüstet werden sollen, sagte er nicht. Auch das Weiße Haus äußerte sich dazu zunächst nicht.

Die Aussage gilt als weiterer Hinweis darauf, dass die Übergangsmaschine noch nicht den Ausrüstungsstand der bisherigen Präsidentenflugzeuge erreicht. Die beiden VC-25A verfügen unter anderem über umfassende Schutzsysteme und wurden von Beginn an speziell für den Einsatz als Präsidentenflugzeuge gebaut. Die Boeing 747-8 aus Katar wurde dagegen in vergleichsweise kurzer Zeit für ihre neue Aufgabe umgerüstet.

Seit Herbst wurde die katarische Boeing 747-8 zur Air Force One umgebaut

Der Umbau des rund 14 Jahre alten Jumbo-Jets begann im vergangenen Herbst in Texas und soll nach Schätzungen der US Air Force rund 400 Millionen Dollar kosten. Die Maschine dient allerdings nur als Übergangslösung. Langfristig sollen zwei neu gebaute VC-25B auf Basis der Boeing 747-8 die inzwischen mehr als 35 Jahre alten Präsidentenflugzeuge ersetzen.

Dieses Programm verzögert sich jedoch seit Jahren. Statt wie ursprünglich geplant 2024 sollen die neuen Air Force One frühestens 2028 ausgeliefert werden. Bis dahin bleibt die ehemalige Qatar-747 im Einsatz - zumindest, nachdem sie über die nötige Ausrüstung verfügt.

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