Visualisierung des Mitsubishi Spacejets: Der Flieger ist immer noch nicht startklar.

Trans States Holdings storniertMitsubishi verliert Auftrag über bis zu 100 Jets

Herber Rückschlag für den japanischen Hersteller: Die Muttergesellschaft von drei Regionalfluglinien in den USA bestellt ihre Mitsubishi Spacejets ab.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die Trans States Holdings versammelt unter ihrem Dach drei Regionalfluglinien: Compass Airlines, Go Jet Airlines and Trans States Airlines. Für sie orderte sie 2009 insgesamt 50 Exemplare des Mitsubishi Regional Jet und sicherte sich Optionen für 50 weitere der Flieger. Am Donnerstag (31. Oktober) gab der Flugzeugbauer jedoch bekannt, dass der Kunde die Bestellung storniert hat.

Als Grund für die gestrichene Order nennt Mitsubishi, dass der Flieger, der mittlerweile Spacejet heißt, in der Variante M90 nicht den Anforderungen der Vereinigten Staaten entspreche. Man versuche nun, Trans States von einer Order des Spacejet M100 zu überzeugen, der alle Anforderungen erfülle, sagte Mitsubishi-Aircraft-Präsident Hisakazu Mizutani. «Als wir den Vertrag mit Trans States abgeschlossen haben, war der Ausblick auf den Regionalmarkt sehr anders. Die Scope Clause wurde nicht entschärft wie erwartet.»

Scope Clauses werden zum Problem

Bei den Scope Clauses handelt es sich um Regeln, die alle großen Fluglinien der USA mit ihren Pilotengewerkschaften ausgehandelt haben. Sie sollen den Einsatz von Wet-Lease-Anbietern begrenzen. Diese externen Airlines dürfen demnach nur eine bestimmte Anzahl von Jets für ihre großen Kunden betreiben und auch nur solche bis zu einer individuell festgelegten Größe. Doch die Scope Clauses sind dynamisch und ändern sich.

Man habe sich mittlerweile mit dem Spacejet M100 auf die Marktrealität in den USA eingestellt, sagte Mizutani weiter. Der Spacejet M100 ist trotz der höheren Zahl im Namen die kleinere Version des Spacjets. Er ist 34,5 Meter lang und fasst maximal 88 Passagiere. Der M90 bringt es auf 35,8 Meter Länge und hat Platz für bis zu 92 Reisende.

Nur noch 163 Jets fest bestellt

Dass Trans States die Order storniert hat, anstatt auf den M100 umzusteigen, ist kein gutes Zeichen für Mitsubishi. Besonders, nachdem es erst kürzlich Berichte gab, laut denen sich die Erstauslieferung des Flugzeuges erneut zu verzögern droht. Gemäß der Nachrichtenagentur Reuters bleiben Mitsubishi nun feste Aufträge für 163 Exemplare des Spacejets, dazu kommen Optionen.

Mehr zum Thema

Mitsubishi Spacejet vor der sechsten Verschiebung?

Mitsubishi Spacejet vor der sechsten Verschiebung?

Spacejet: Es lockt ein großer Auftrag aus den USA.

Mitsubishi darf auf Großauftrag aus den USA hoffen

Bombardier CRJ 900: Die Fleger werden nicht mehr lange gebaut.

Mitsubishi beerdigt den Canadair Regional Jet

Das Heck ist abgetrennt worden.

Mitsubishi Spacejet lässt milliardenhohen Schuldenberg zurück

Video

Der Airbus A220 von Croatia Airlines: In Split von der Piste abgekommen.
Eigentlich sollte Flug OU412 nach Frankfurt starten. Doch beim Beschleunigen geriet der Airbus A220 von Croatia Airlines aus ungeklärten Gründen von der Piste des Flughafens Split ab. Nun ermittelt die kroatische Flugunfallbehörde.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Westjet Boeing 787
Reisende werfen der kanadischen Fluglinie vor, ihnen Entschädigungen vorzuenthalten. Der Verdacht: Wechselt Westjet im letzten Moment Flugzeuge ein, die sich bereits in der Wartung befinden, um dann den Flug zu annullieren? Eine kanadische Behörde ermittelt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin