Boeing 747 SP mit der Kennzeichnung VP-BAT: Das Flugzeug ist 37 Jahre alt.

Boeing 747 SPLuxus-Jumbo des Emirs von Katar zu verkaufen

Wollen Sie sich beim Fliegen einmal wie der US-Präsident fühlen? Dann bietet sich jetzt eine Chance. Eine Boeing 747 SP der Regierung von Katar steht zum Verkauf - mitsamt Luxusinterieur.

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Luftfahrt

Am 30. März 1979 hatte sie ihren Erstflug, 21 Tage später wurde die fabrikneue Boeing 747 SP feierlich an Pan Am übergeben. Sie flog danach als «Clipper Liberty Bell» durch die Welt. Die amerikanische Fluggesellschaft setzte den Zwerg-Jumbo auf den Strecken New York - Tokio und New York - Dhahran in Saudi-Arabien, San Francisco - Hongkong sowie Los Angeles - Sydney ein. Ihm sollte ein langes Leben gegönnt sein. Denn das Flugzeug fliegt noch heute.

Von Pan Am ging die Boeing 747 SP zuerst an United Airlines über. 1995 wurde sie an Worldwide Aircraft Holding auf den Bermudas verkauft, die sie seither für die Regierung von Katar betrieb. Der Flieger mit dem Kennzeichen VP-BAT ist denn auch extrem luxuriös eingerichtet und braucht einen Vergleich mit Air Force One des Präsidenten der USA nicht zu scheuen. Nun könnte er bald einen neuen Besitzer bekommen. Denn er steht offiziell zum Verkauf.

Sitzungszimmer und Schlafräume

An Bord des 56,3 Meter langen Flugzeugs befinden sich nur 89 Sitze. 12 davon sind First-, 18 Business- und 31 Economy-Class-Sessel. Selbst die Sitze der niedersten Kategorie sind sehr komfortabel. Die Wände des VVIP-Jumbos sind mit einer dezenten hellbraunen Täfelung ausgestattet, die Böden sind ebenfalls in beige gehalten, die Sitze haben einen blauen Lederbezug. Doch die Boeing 747 SP bietet noch viel mehr. Sie besitzt mehrere Büros, Besprechungszimmer, Ess- und Schlafräume.

Der Verkaufspreis wird von der britischen Bookajet nicht genannt, welche die alleinigen Verkaufsrechte besitzt. Sie erklärt aber, das Flugzeug sei sehr gut gepflegt worden und stelle angesichts seiner Ausstattung, seines Zustandes und seiner Geschichte einen überraschend guten Deal dar. In seinem 37-jährigen Leben flog der Flieger nur 68.600 Stunden und absolvierte dabei rund 20.000 Flüge.

Eine eigene Airline für den Palast

Der Emir von Katar betreibt eine riesige eigene VVIP-Flotte. Sie ist unter der eigenen Airline Qatar Amiri Flight zusammengefasst. Die Luxusairline besitzt 16 Flugzeuge, von Airbus A319 bis Boeing 747-8. Mit der Fluglinie dürfen nur Mitglieder des Königshauses und «hochrangige Angestellte des Staates Katar» fliegen, wie sie selbst schreibt.

PS: Die Boeing 747 SP muss vom Käufer übrigens abgeholt werden - im britischen Farnborough.

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