Bei der Präsentation der Airbus-Jahreszahlen im Februar präsentierte Konzernchef Guillaume Faury einen Hauptschuldigen für die langsamer steigende Produktionsrate des A320: Pratt & Whitney. Faury kritisierte, der Triebwerksbauer konzentriere sich zu sehr auf bereits aktive Flugzeuge, die derzeit mit wartungsbedürftigen Motoren am Boden stehen.
«Wenn man dann noch Ersatzteile über hat, kann man die an Airbus geben»
Dem widersprach am Freitag (6. März) Carsten Spohr bei der Vorstellung der Jahreszahlen von Lufthansa Group. «Die Airbus-Verzögerungen sind ärgerlich», gestand der Konzernchef der Airline-Gurppe ein. Noch ärgerlicher sei es aber, wenn man schon Airbus-Flugzeuge habe, aber Pratt & Whitney keine Ersatzteile liefere. «Deswegen kann ich nur sagen: Was Pratt & Whitney macht, ist richtig. Erstmal muss man Ersatzteile an die Kunden liefern, die schon Pratt & Whitney-Triebwerke gekauft haben, zum Beispiel Lufthansa. Und wenn man dann noch Ersatzteile übrig hat, kann man die an Airbus geben für neue Flugzeuge.»
Allerdings gebe es in Sachen Pratt & Whitney-Triebwerke auch «endlich etwas Grund zu Optimismus, zumindest bei der A320-Flotte», so Spohr. «Hier werden wir in diesem Jahr nur noch rund zehn Flugzeuge dauerhaft am Boden stehen haben jeweils», sagte der Manager. In den vergangenen Jahren waren es bis zu 20 Exemplare, die zur gleichen Zeit ausfielen.
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