Flieger von Lufthansa: Am Montag und Dienstag heben weniger ab.

Auch Lufthansa Cargo und Cityline betroffenUnd schon wieder wird bei Lufthansa gestreikt - und nun auch bei Eurowings

Kaum ist der Streik des Kabinenpersonals bei Lufthansa beendet, folgt die nächste Arbeitsniederlegung: Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit ruft zu einem zweitägigen Streik bei mehreren Airlines der Gruppe auf.

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Erst gerade ist der Streik des Kabinenpersonals von Lufthansa vorbei. Am letzten Tag der Osterferien in den deutschen Bundesländern Hessen und Bayern legten Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Airline ihre Arbeit nieder - und damit auch einen großen Teil des Flugbetriebs.

Am Montag und Dienstag (13. und 14. April) hat die Vereinigung Cockpit die Pilotinnen und Piloten mehrerer Airlines der Lufthansa-Gruppe zum Streik aufgerufen. Betroffen sind die Cockpitcrews von Lufthansa, Lufthansa Cargo, Lufthansa Cityline sowie Eurowings.

Lufthansa zwei Tage, Eurowings einen Tag im Streik

Bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline soll der Streik am 13. April um 00:01 Uhr beginnen und bis zum 14. April um 23:59 Uhr andauern. Bei Eurowings ist zunächst ein eintägiger Ausstand am 13. April geplant. Besonders brisant. Nur einen Tag nach dem Streik, am 15. April, veranstaltet Lufthansa eine Feier zum 100. Jubiläum in Frankfurt.

Ausgenommen vom Streik sind bei Lufthansa und Cityline Flüge von Deutschland in mehrere Länder im Nahen Osten, darunter etwa Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Saudi-Arabien. Hintergrund ist die aktuelle geopolitische Lage in der Region.

Gewerkschaft kritisiert mangelnde Gesprächsbereitschaft bei Lufthansa

Die Vereinigung Cockpit begründet den Schritt mit festgefahrenen Verhandlungen in mehreren Bereichen. Es fehle an konkreten Angeboten, etwa zur betrieblichen Altersversorgung bei Lufthansa und Lufthansa Cargo oder zu einem neuen Vergütungstarifvertrag bei Cityline, so die Gewerkschaft.

Auch bei Eurowings sei das vorgelegte Angebot zur Altersversorgung aus Sicht der Gewerkschaft nicht akzeptabel. Vereinigung Cockpit-Präsident Andreas Pinheiro spricht von mangelnder Gesprächsbereitschaft der Arbeitgeberseite. Trotz eines bewussten Verzichts auf Streiks über die Osterfeiertage habe es keine Fortschritte gegeben.

Streik bei Lufthansa «das letzte Mittel»

Die Gewerkschaft betont, weiterhin zu Verhandlungen bereit zu sein. Der Streik könne jederzeit abgewendet werden, wenn entsprechende Angebote vorgelegt würden. «Ein Streik ist immer das letzte Mittel», so Pinheiro. Die Verantwortung für die Eskalation sieht die Vereinigung Cockpit klar bei den Arbeitgebern. Und dort sieht man es freilich gerade umgekehrt.

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