Wer in den USA einen Business-Class-Flug mit einem Airbus A320 oder einer Boeing 737 bucht, bekommt einen deutlich größeren und bequemeren Sitz. Die Klasse wird denn auf Inlandsflügen auch First Class genannt. In Europa bedeutet Business Class dagegen meist nur, dass der Mittelplatz frei bleibt. Dazu gibt es besseres Essen und mehr Service.
Zwei Sitze weniger bringen ein Besatzungsmitglied weniger
Nach Informationen des Portals View From The Wing plant United Airlines, eine normale Economy-Dreierreihe durch einen fest montierten Klapptisch in eine Zweierreihe zu verwandeln. Hintergrund soll nicht etwa sein, dass die Fluglinie dafür höhere Ticketpreise verlangen könnte, sondern dass sie nicht mehr Flugbegleitenden einsetzen muss.
United Airlines bräuchte so nur drei statt vier Flugbegleitende, denn die Luftfahrtbehörden schreibt für Flugzeuge mit mehr als 100 Sitzen zwei Flugbegleitende vor, plus eine weitere Person je angefangener 50 zusätzlicher Sitze. Das ist gerade bei jüngsten Flottenmitglied wichtig: Die Airline hat am 4. Juni ihren ersten Airbus A321 XLR übernommen.
United plant weiter mit vier Personen
United plant, in dem Airbus 321 Neo mi Langstreckenfähigkeiten 20 Business-Class-Suiten, 12 Premium-Economy-Sitze und 118 Economy-Plätze zu verkaufen. Verbaut sind laut Sitzplänen, die der Branchenbeobachter JonNYC im vergangenen Herbst veröffentlichte, jedoch 120 Economy-Sitze, also zwei Plätze mehr. In den Plänen sieht man, dass in Reihe 16 zwei gesperrte Mittelsitze eingezeichnet sind.
Gegenüber View from the Wing hat United inzwischen Klarheit geschaffen: Ziel ist demnach nicht, Flugbegleitende einzusparen, sondern die Besatzungsstärke bei vier Personen zu halten, statt sie auf fünf erhöhen zu müssen. Der Grund liegt in der Türkonfiguration der Polaris-Suiten, die nach FAA-Vorschrift eine zusätzliche Person in der Kabine erfordert.
Konzept nur für Airbus A321 XLR auf internationalen Routen
Auch zum freien Mittelsitz äußert sich die Airline. In einer ersten Idee sollte eine Metallplatte über zwei Sitze geschraubt werden. Nun hätten sich die Konstrukteure eine elegantere Lösung nach dem Vorbild der europäischen Euro-Business-Class ausgedacht. United betont, dass dieses Konzept ausschließlich für den international konfigurierten Airbus A321 XLR gilt und nicht für die Exemplare, welche die Boeing 757 auf Strecken zwischen Ost- und Westküste ersetzen sollen.
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