... als der russische Superjet ...

Provisorium mit ProblemenFilter der Superjet-Triebwerke wurden ohne Behördenerlaubnis gereinigt

Russische Airlines haben Schwierigkeiten mit Superjet-Triebwerken - auch aufgrund fehlender Kraftstofffilter. Der Nachbau verzögert sich, die provisorische Lösung birgt Probleme.

Top-Jobs

Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs

Mit dem Triebwerk Aviadvigatel PD-8 will Russland den Superjet vom Westen unabhängig machen. Doch Entwicklung und Tests des heimischen Motors dauern an, eine Zertifizierung gibt es noch nicht. Daher will Russland auch beim aktuellen Superjet-Triebwerk Power Jet Sam 146 unabhängiger werden. So erklärte der staatliche russische Technologie- und Rüstungskonzern Rostec Ende Januar, man teste Prototypen für eigene Kraftstofffilter für das Sam 146, da man sanktionsbedingt keine mehr vom französische Konzern Safran bekomme.

Gegenüber dem russischen Luftfahrt-Nachrichtenkanal Aviatorshchina erklärte das im Rostec-Imperium zuständige Unternehmen UEC-Saturn Mitte April allerdings, man befinde sich mit den Kraftstofffiltern weiterhin in der Testphase. Laut Quellen des Kanals im Umfeld von UEC, des Verkehrsministeriums und einer Fluggesellschaft könnten neben den technischen Herausforderungen auch bürokratische Hürden dafür sorgen, dass der Start der Serienfertigung der Filter sich bis Ende des Jahres hinauszögere.

Reinigung der Filter hilft offenbar nur wenige Tage

Da die Kraftstofffilter nicht mehr einfach gegen neue ausgetauscht werden können, bietet UEC den Betreibern schon seit vergangenem Jahr zur Reinigung der Filter eine Wäsche an. Dabei gibt es allerdings zwei Haken. Zum einen hat die Luftfahrtbehörde Rosaviatsia dieses Vorgehen laut Aviatorshchina-Informationen Ende Februar gestoppt, weil das Verfahren nicht zertifiziert war. Mittlerweile hat das Unternehmen dies aber wohl nachgeholt und dieser Tage könnten die Reinigungen wieder aufgenommen werden.

Der zweite Haken: Während ein neuer Kraftstofffilter mehr als 2000 Flugstunden genutzt werden kann, ist das Waschen alle paar Tage notwendig, wenn die Betreiber sichergehen wollen, dass die Filter in ihren Triebwerken nicht Gefahr laufen, zu verstopfen.

Kann UEC-Saturn die Verantwortung alleine schultern?

Das  Sam 146 entstand in Kooperation zwischen Safran auf französischer Seite und UEC-Saturn auf russischer. Laut Recherchen der Zeitung Kommersant von Mitte April beschwerten sich die Betreiber des Superjets beim russischen Verkehrsministerium, dass UEC nun die ganze Verantwortung für das Triebwerk übernehmen sollte.

Das Unternehmen ist demnach bisher aber außerstande oder nicht willens, auch den bisher französischen Teil zu übernehmen und dafür grade zu stehen. Safran war für die sogenannten heißen Teil des Triebwerkes zuständig, also etwa Hochdruckkompressor und Brennkammer, UEC-Saturn unter anderem für Fan und Niederdruckkomponenten.

Aktuelle Flotte auch künftig auf Sam 146 angewiesen

Gemäß Aviatorshchina soll Russland auch schon mindestens ein Power Jet Sam 146 zur Wartung in den Iran geschickt haben. Insgesamt haben russische Airlines mehr als 160 Superjets und damit 320 Triebwerke, plus mehrere Dutzend Reservetriebwerke.

Und diese aktuelle Superjet-Flotte wird auch weiterhin mit dem Sam 146 auskommen müssen. Denn das neue Aviadvigatel PD-8, wenn es denn bereit ist, ist vorerst nur für neu gebaute Flugzeuge der russifizierten Variante Superjet New vorgesehen.

Mehr zum Thema

Das Turboproptriebwerk Klimov TV7-117ST-01: Für die Ilyushin Il-114-300.

Russland drückt bei eigenen Triebwerken aufs Tempo

Ein Airbus A330-300 von Aeroflot: Solche ein Jet wird nun in Teheran gewartet.

Aeroflot schickt erstes Flugzeug zur Wartung in den Iran

Endmontage des Superjets in Venedig: Wie geht es mit dem Werk weiter?

Superjet wird künftig in Arabischen Emiraten gebaut

ilyushin il 114 300 kaelte

Polar Airlines will Ilyushin Il-114-300 - aber nur, wenn sie noch ein zusätzliches Detail bekommt

Video

etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Flughafen München steht kurz vor der Eröffnung von Pier 1: Ein Video zeigt den gesamten Bauverlauf.
In München entsteht seit 2019 ein neuer, 95.000 Quadratmeter großer Pier am Terminal 1. Ende April geht der Bau ans Netz. Ein Zeitraffervideo zeigt sieben Jahre Bauarbeiten in 76 Sekunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sonex Onex im Formationsflug: Der Hersteller ist insolvent.
Sonex Aircraft hat seit 1998 Selbstbaukits für Flugzeuge hergestellt. Nun ist das Unternehmen pleite. Der Inhaber wendet sich in einem emotionalen Video an seine Kundinnen und Kunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies