Alexander Lukaschenko besucht eine Armeeeinheit: Der Präsident will einen neuen Jet.

Diktator kauft in Krise Luxusjet

Sein Land steckt tief in der Krise. Trotzdem will Weißrusslands Präsident einen neuen Präsidialflieger kaufen.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die Inflation galoppiert gerade mit 120 Prozent. Und eine Serie von Abwertungen der Währung halbierte den Durchschnittslohn der Weißrussen von rund 390 Euro auf noch 180 Euro. Nächstes Jahr muss das Land Kredite über 7,8 Milliarden Dollar zurückzahlen, doch die Devisenreserven betragen gerade noch 5,3 Milliarden. Die Wirtschaft der kommunistischen Ex-Sowjetrepublik liegt völlig darnieder, seit der große Nachbar Russland seine Unterstützungszahlungen einstellte. Der absolutistisch regierende Staatspräsident Alexander Lukaschenko rief deshalb seine Bürger in den harten Wintermonaten dazu auf, den Gürtel enger zu schnallen. Er, der Eishockeyfan, verzichte auf den Kauf neuer Schlittschuhe und eines neuen Stocks. Auch kaufe er nur Kleider aus heimischer Produktion.

Doch auf etwas will Lukaschenko offenbar nicht verzichten. Der Diktator plane, eine Luxusversion einer Boeing B767-300 zu kaufen, schreibt das unabhängige, regierungskritische Nachrichtenportal Charter97. Weißrussland übernehme eine Maschine, die früher dem turkmenischen Diktator Saparmyrat Nyyazow gehörte. Die Maschine mit der Immatrikulation EZ-A700 wurde gemäß dem Portal im Jahr 2005 vom Staatsoberhaupt des Landes am Kaspischen Meer für rund 130 Millionen gekauft und ausgebaut. Der luxuriöse Innenausbau soll von der amerikanischen L-3 Integrated Systems Group vorgenommen worden sein.

Bereits fünf Flieger

Die Wartung und den Betrieb des neuen Jets soll die weißrussische Staatsairline Belavia übernehmen. Es wäre nicht das erste Flugzeug für Lukaschenko. Die Regierung in Minsk besitzt bereits fünf Flugzeuge: Eine Tu-154M mit der Immatrikulation EW-85 815, eine Yak-40 (EW-88 187), Boeing 737-800/BBJ2 (EW-001PA), eine Bombardier Challenger 850 (EW-301PJ) und einen Hubschrauber vom Typ MI-8 (EW-25 049).

Mehr zum Thema

... weißrussischen Regierung ist fast 17 Jahre alt. Hier ist das Flugzeug beim Abflug aus Basel am 19. Mai 2021 zu sehen.

Mit dieser Boeing 767 flog Lukaschenko zum Staatsbesuch in China

Die Boeing 767 mit dem Kennzeichen EW-001PB am 3. Mai 2021 im Anflug auf Basel: Die Maschine der ...

Was machte Lukaschenkos Boeing 767 zwei Wochen in Basel?

Droh-Mail erreichte Minsk nach Umkehr von Ryanair-Jet

Droh-Mail erreichte Minsk nach Umkehr von Ryanair-Jet

Boeing 737-800 mit dem Kennzeichen EW-001PA über Hamburg: Sorgte für Unruhe.

Nicht jeder wollte am Lukaschenko-Flieger arbeiten

Video

Flughafen Düsseldorf U-Bahn 9
Nach sieben Jahren Bauzeit eröffnet Düsseldorf zwei neue U-Bahn-Linien. Sie binden erstmals den Flughafen an das Stadtbahnnetz der Landeshauptstadt an.
Jakob Wert
Jakob Wert
Der Moment bevor das Kleinflugzeug mit dem Helikopter Kollidiert: Jetzt ist der NTSB-Bericht erschienen.
Vor zwei Wochen kollidierten eine Cessna 150 und ein Bell 407 an einem Flugplatz in Pennsylvania. Was in den letzten Sekunden davor geschah, zeigt nun der erste Zwischenbericht der Untersuchungsbehörde NTSB.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A400M der Roal Air Force nach der Landung in Jan Mayen: Mit dem Transporter wurden Nato-Kontingente in die Arktis verlegt.
US-Marines, britische Royal Marines und norwegische Soldatinnen und Soldaten üben auf Jan Mayen. Airbus A400 M und Lockheed C-130 brachten für die Manöver neben Truppen auch Material auf die abgelegene Arktisinsel.
gerard al fil
Gérard Al-Fil