Proton Mail bestätigtDroh-Mail erreichte Minsk nach Umkehr von Ryanair-Jet

Lukaschenkos Version wackelt immer mehr. Erst als Ryanair-Flug 4978 schon den Kurs gewechselt hatte, erhielt der Flughafen in Minsk eine Droh-Mail gegen den Flieger.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Weißrussland steht in der Kritik, am 23. Mai Ryanair-Flug 4978 zur Landung in Minsk gezwungen zu haben, um dort den regierungskritischen Blogger Roman Protasevich festzunehmen. Machthaber Alexander Lukaschenko hält dagegen, man habe die Boeing 737 umgeleitet, da man eine Bombendrohung gegen das Flugzeug erhalten habe.

Wie von Weißrussland veröffentlichte Funkprotokolle zeigen, hatten die Ryanair-Piloten um 12:28 Uhr Ortszeit (09:28 Uhr koordinierte Weltzeit) erstmals Kontakt mit den Fluglotsen in Minsk. Um 12:30 Uhr erklärte die Flugsicherung, man habe Informationen von Spezialdiensten, dass eine Bombe an Bord sei und über Vilnius aktiviert werden könnte.

Proton Mail bestätigt Berichte

Um 12:31 Uhr empfahl die Flugsicherung, «aus Sicherheitsgründen in Minsk zu landen». Um 12:33 Uhr fragten die Piloten, ob der Hinweis vom Zielort Vilnius oder dem Startort Athen komme. Die Lotsen antworteten, die Drohung sei per Mail an mehrere Flughäfen gegangen. Machthaber Lukaschenko erklärte drei Tage später, die Drohung sei zeitgleich in Vilnius, Minsk und Athen eingegangen. Doch daran gibt es nun große Zweifel.

Schon am Donnerstag berichteten das Londoner Dossier Center und das deutsche Magazin Spiegel, die Droh-Mail sei allerdings erst viel später beim Flughafen Minsk eingegangen - um 12:57 Uhr. Jetzt hat der in der Schweiz ansässige Mail-Anbieter Proton Mail dies bestätigt. Man könne zwar nicht den Inhalt der verschlüsselten Mail einsehen, aber die Uhrzeit, an der sie gesendet wurde. «Wir können bestätigen, dass die fragliche Nachricht gesendet wurde, nachdem das Flugzeug umgeleitet wurde», so Proton Mail.

Athen bekam keine Droh-Mail

Am Flughafen Vilnius soll die Droh-Mail laut Spiegel-Angaben deutlich früher angekommen sein, um 12:25 Uhr. Die griechische Luftfahrtbehörde erklärte dagegen, Behauptungen, der Flughafen Athen oder griechische Behörden hätten ebenfalls eine Drohung erhalten, seien «völlig falsch, unhaltbar und komplett irreführend».

Der vermeintliche Autor gibt sich in den Droh-Mails als Vertreter der radikalislamischen Hamas aus. Die von der EU, den USA und Israel als Terrororganisation eingestufte Hamas bestreitet allerdings, etwas mit der Drohung zu tun zu haben.

Mehr zum Thema

Eine Ryanair Boeing 737: Durchgeführt wurde der Flug von der polnischen Tochter Ryanair Sun.

Weißrussland zwingt Ryanair-Flug zur Landung

«Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir, in Minsk zu landen»

«Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir, in Minsk zu landen»

Icao untersucht erzwungene Ryanair-Landung in Minsk

Icao untersucht erzwungene Ryanair-Landung in Minsk

ticker-ryanair

Belgisches Gericht verurteilt Ryanair wegen irreführender Praxis im Buchungsprozess

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies