Boeing 737 von Ryanair: «Ein flottenweites Problem»

Boeing verbessert die 737

Eine Boeing 737 von Ryanair geriet wegen den Geschwindigkeitsmessern in Probleme. Boeing ändert deshalb nun die Verkabelung des Modells.

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Es war alles andere als eine angenehme Landung. Die Boeing 737 von Ryanair mit 146 Menschen an Bord befand sich im Januar 2012 im Landeanflug auf Riga. Das Wetter war stürmisch und es schneite. Und dann ging es los. Im Cockpit leuchteten auf einmal eine ganze Reihe von Alarmen auf. Die Geschwindigkeitsanzeigen bei Pilot und Kopilot unterschieden sich, daraufhin gab es Warnungen zur Flughöhe sowie den Triebwerken und dann startete auch noch die Überziehwarnung beim Kopiloten. Diese äußert sich darin, dass der Steuerknüppel vibriert.

Der Crew gelang es trotz des massiven Stresses sicher zu landen. Die irische Behörde Air Accident Investigation Unit untersuchte den Zwischenfall. Es stellte sich heraus: Es war ein flottenweites Problem von Ryanair. Grund für die Alarme war offenbar ein Kurzschluss der Pitot-Sonde, welche die Geschwindigkeit misst, wie in dem Bericht zu lesen ist.

Boeing hat reagiert

Bei Boeing reagierte man darauf. Die Heiz-Systeme, die die Pitot-Sonden vor Vereisung schützen sollen, waren offenbar das Problem. Nun hat der Hersteller die Verkabelung so angepasst, dass Kurzschlüsse nicht mehr so schnell vorkommen, schreibt das Fachmagazin Aviation Week. Zuvor hatte die Ermittlungsbehörde den Flugzeugbauer aufgefordert, sich das Problem genauer anzuschauen. Auch die EU-Behörde Easa und die amerikanische FAA waren in die Lösung involviert.

Auch die Checkliste, die Piloten im Fall der Warnungen abarbeiten müssen, soll Anfang dieses Jahres angepasst werden. Die Verbesserungen am Jet hat Boeing bereits in die 737-Produktion übernommen. In den kommenden Wochen soll bereits ein Wartungsprotokoll an die Airlines gesendet werden, in welchem eine Lösung des Problems bei Maschinen enthalten ist, die sich bereits im Dienst befinden.

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