Boeing-737-Max-Produktion: Die Max 7 und die Max 10 sind noch nicht zertifiziert.

Boeing-Chef Kelly OrtbergBoeing ist ab 2030 finanziell bereit für neues Flugzeugprogramm

Erst müssen die Zertifizierungen von 737 Max 7, Max 10 und 777X stehen. Dann sieht Boeing-Chef Kelly Ortberg das Unternehmen finanziell bereit für ein neues Flugzeugprogramm.

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Die Luftfahrtwelt fragt sich schon lange, wann Boeing ein neues Flugzeugmodell entwerfen wird. Vor neun Jahren war die Stimmung auf der Paris Air Show äußerst optimistisch. Boeing hatte in Frankreich das New Midsize Airplane, kurz NMA-Konzept, erstmals konkreter vorgestellt und Gespräche mit rund 50 Airlines über Kapazität und Komfort des künftigen Mittelstreckenjets geführt: Geplanter Markteintritt war ab 2025.

Dazu kam es nicht. Erst musste Boeing nach den beiden Abstürzen der 737 Max Ingenieure und Kapital in die Rettung und Rezertifizierung der Max stecken. Dann ließ die Corona-Pandemie die Nachfrage weltweit einbrechen. 2022 entschied der damalige Boeing-Chef David Calhoun das Aus des Projekts, weil es weder die nötige Triebwerkstechnologie noch die nötige digitale Entwicklung gebe.

Boeing ab Ende des Jahrzehnts finanziell bereit

Boeing konzentriert sich aktuell darauf, die Zertifizierungen für die Boeing 737 Max 7 und Max 10 sowie die Boeing 777X zu erhalten. Nach aktuellen Plänen sollen alle drei Flugzeuge bis zum kommenden Jahr grünes Licht bekommen. Im Vorfeld der Farnborough Airshow sagte Boeing-Chef Kelly Ortberg, dass der Hersteller bis Ende des Jahrzehnts finanziell in der Lage sei, ein Nachfolgeprogramm für die 737 Max aufzulegen, berichtet die Financial Times.

Noch sei Boeing damit beschäftigt, die Finanzen in Ordnung zu bringen, was laut Ortberg «noch einige Jahre dauern werde». Sobald das Unternehmen jedoch die Zertifizierung für die beiden neuesten 737-Max-Modelle sowie für das verzögerte Langstrecken-Großraumflugzeug 777X erhalten habe, würden mehr Ressourcen für ein Programm der nächsten Generation zur Verfügung stehen, so der Boeing-Chef.

Flugzeug für Kundinnen und Kunden

Wie ein neues Flugzeug aussehen könnte, sagte Ortberg nicht. Details dazu waren bereits im Mai bekanntgeworden. Damals berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass sich die meisten potenziellen Kunden eher einen gradlinigen, schnell umsetzbaren und verlässlichen Entwurf wünschten als eine technologische Revolution. Ortberg sagte nun, der Zeitpunkt der Konkurrenz sei zweitrangig. Wichtiger sei, am Ende «das richtige Flugzeug für den Kunden» zu haben.

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