Der amerikanische Flugzeugbauer hat beim neuen Langstreckenmodell Boeing 777X ein weiteres technisches Problem identifiziert. Konkret geht es um eine Frage der Haltbarkeit der General-Electric-GE9X-Triebwerke, die exklusiv für die 777X entwickelt wurden. Das bestätigte Boeing-Konzernchef Kelly Ortberg.
Die genaue Ursache des Problems hat Boeing bislang nicht offengelegt. Der Flugzeughersteller arbeitet nach eigenen Angaben gemeinsam mit Triebwerksbauer General Electric an einer Analyse und Lösung. Das laufende Flugtestprogramm der 777-9 (die erste Variante der 777X) sei von dem Thema derzeit nicht betroffen.
Ursprünglich sollte Boeing 777X im Jahr 2020 in Dienst gehen
Die neue Schwierigkeit reiht sich in eine lange Liste von Verzögerungen und technischen Rückschlägen beim 777X-Programm ein. Ursprünglich sollte die 777-9 bereits 2020 in Dienst gehen. In den vergangenen Jahren kam es unter anderem zu Problemen mit dem GE9X-Verdichter, zu einer Unterbrechung der Erprobung nach einem Triebwerksvorfall im Jahr 2022 sowie zu einem monatelangen Grounding der Testflotte 2024, nachdem feine Risse in Verbindungsstangen zwischen Triebwerk und Flugzeugstruktur entdeckt worden waren.
Bestellungen für mehr als 600 Boeing 777X
Die Luftfahrt steht nie still – wir auch nicht. Unser Redaktionsteam ist immer am Puls des Geschehens. Für den Preis eines Kaffees im Monat lesen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei und sichern unabhängige Berichterstattung.Jetzt hier klicken und abonnieren