Boeing 777X auf dem Gelände in Everett: Immer mehr fertige Flugzeuge stehen geparkt am Boden.

Fehlende ZertifizierungBei Boeing in Everett wächst der 777X-Parkplatz

Boeing rechnet damit, im kommenden Jahr endlich die erste Boeing 777-9 ausliefern zu können. Die Produktion läuft. Und in Everett wächst der 777X-Parkplatz.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

So extrem wie 2019 ist es nicht. Damals musste Boeing Dutzende neu gebaute 737 Max rund um die Produktionsstätten parken, sogar auf den Mitarbeiterparkplätzen, da das Modell nach den zwei tödlichen Unglücken gegroundet war und nicht ausgeliefert werden durfte.

Aktuell gibt es kein Grounding und trotzdem muss der amerikanische Flugzeugbauer wieder frisch produzierte Flugzeuge parken, dieses Mal Boeing 777X. Denn das neue Langstreckenmodell ist weiterhin noch nicht durch die Luftfahrtbehörde FAA zertifiziert.

Boeing 777X dank Klappflügelspitzen unverkennbar

Wer aktuell über das Gelände des Boeing-Werks Everett im Norden von Seattle geht, dem fallen die geparkten Boeing 777X sofort ins Auge. Das künftige Flaggschiff für die Langstrecke ist dank seiner markanten Klappflügelspitzen unverkennbar. Wie viele Jets bereits fertiggestellt sind, bleibt offiziell unbestätigt. Boeing schweigt dazu.

Verschiedene Quellen sprechen von mehr als 20 Exemplaren, während aeroTELEGRAPH bei einem aktuellen Vor-Ort-Termin rund 16 Flugzeuge zählen konnte. Die ersten vier 777X wurden bereits 2019/2020 fertiggestellt und gehören zur Testflotte. Ein fünftes Testflugzeug soll bald hinzukommen. Trotz aller Probleme - zuletzt erneut mit dem Treibwerk GE9X - rechnet der Hersteller fest damit, die erste 777X im Frühjahr 2027 ausliefern zu können, wie Boeing bei einem Termin in Everett, an dem auch aeroTELEGRAPH teilnahm, bestätigte.

Derzeit werden vier Boeing 777 pro Monat gebaut

Aktuell läuft die 777-Serienproduktion laut dem Flugzeugbauer mit vier Maschinen pro Monat. Gebaut wird die 777X in der Passagierversion 777-9 und der herkömmliche Frachter 777F. Zudem ist Mitte 2025 auch die Produktion der 777- 8F, der Cargoversion der 777X, gestartet.

Laut einer Boeing-Mitarbeiterin könnte die Produktionsrate in Everett künftig wieder auf 8,3 Flugzeuge pro Monat steigen und damit erneut das Vor-Covid-Niveau erreichen. Doch die Steigerung hängt nicht allein von der 777X-Zertifizierung ab, sondern auch von weiteren Faktoren. Intern existiert ein Plan, über den der Konzern derzeit keine Details preisgeben will. Dennoch ist klar: Je schneller die Federal Aviation Administration das neue Langstreckenflugzeug zertifiziert, desto weniger groß wird der 777X-Parkplatz in Everett.

Von der Breaking News bis zur Hintergrundanalyse: Unser Team begleitet die Luftfahrt mit Erfahrung und Leidenschaft. Unterstützen Sie unabhängigen Qualitätsjournalismus – für weniger als einen Cappuccino im Monat. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

ticker-boeing-1

Boeing MQ-25 absolvierte zweiten Testflug

Tragflüche der Boeing 777X: Die Flugzeuge sollen deutlich weiter fliegen.

Boeing verspricht bei der 777X plötzlich eine deutlich höhere Reichweite

ticker-boeing-1

Dänemark beschafft sich zwei Boeing P-8A Poseidon

ticker-boeing-1

IT-Ausfall bremste Boeing-Produktion und Flugzeugauslieferungen

Video

Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
leav damakus syrien wassersalut
Mit Leav fliegt wieder eine deutsche Fluglinie nach Syrien und baut ihr Angebot direkt aus. Sundair soll bald folgen. Auch Eurowings zeigte in der Vergangenheit Interesse - will aktuell aber noch nicht wieder das Land ansteuern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies