Erstkunde der neuen Motoren ist Air Corsica, ordert fünf ATR 72-600 mit dem neuen Triebwerk PW127XT. Die Airline ist Erstkundin des Motors. Die Auslieferungen sollen im November 2022 beginnen.

Neues Triebwerk PW127XTATR geht Babyschritte auf dem Weg zur ATR Neo

Pratt & Whitney Canada hat ein verbessertes Triebwerk vorgestellt. Es hilft Betreibern von ATR-Turboprops, Kosten bei Kerosin und Wartung zu sparen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

In São José dos Campos arbeiten die Ingenieure von Embraer emsig an einem großen Projekt. Sie entwickeln ein neues Turbopropflugzeug, das Ende 2022 der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Der brasilianische Flugzeugbauer glaubt damit Erfolg haben zu können, weil die Flugzeuge von Konkurrent ATR zwar laufend modernisiert wurden, aber eine 40 Jahre alte Basis haben.

Bei dieser Ausgangslage war klar, dass ATR nicht einfach abwarten würde. «Sie wollen ihr Flugzeug definitiv verbessern», meinte kürzlich auch Arjan Meijer, Chef der zivilen Sparte von Embraer im Interview mit aeroTELEGRAPH. Jetzt hat der französische-italienische Flugzeugbauer eine solche Verbesserung präsentiert. Pratt & Whitney Canada hat am Montag (15. November) ein neues Triebwerk für die ATR 42 und 72 vorgestellt.

Das Pratt & Whitney Canada PW127XT. Bild: Pratt & Whitney Canada

Deutlich niedrigere Wartungskosten

Der neue Motor für die ATR-Modelle basiert auf den 2007 eingeführten PW127M und nennt sich PW127XT. Er bringt eine Treibstoffersparnis von 3 Prozent. Viel wichtiger ist aber, dass die Motoren 40 Prozent länger eingesetzt werden können, bis sie zur Wartung müssen. Neu müssen sie erst nach 20.000 Stunden vom Flügel abgeschraubt und generalüberholt werden.

Weil sie in zehn Jahren nur noch zwei mal eingehend gewartet müssen, versprechen Pratt & Whitney Canada und ATR 20 Prozent niedrigere Wartungskosten. Erstkunde der neuen Motoren ist Air Corsica, die fünf ATR 72-600 mit dem neuen Triebwerk orderte. Die Auslieferungen sollen im November 2022 beginnen.

Warten auf den großen Wurf

Bei diesem Babyschritt wird es indes nicht bleiben. Pratt & Whitney Canada arbeitet bereits seit einigen Jahren am Projekt Next Generation Regional Turboprop Engine. Das neue Triebwerk soll zwischen 2023 und 2025 auf den markt kommen und Einsparungen von 20 Prozent gegenüber aktuellen Motoren bieten. Interessant ist es sowohl für ATR als auch für Embraer.

Mehr zum Thema

Arjan Meijer: «Es gibt eine Chance, dass wir die E175-E2 bauen werden. Aber es gibt auch die Möglichkeit, dass wir sie nicht bauen werden.».

«Embraers Turboprop wird ein schlichtes, schönes Flugzeug»

Xian MA700: Wir wird sie abheben?

ATR-Konkurrent MA700 ist akut gefährdet

ATR-72-600 F von Fedex: Der amerikanische Logistikriese hat 30 Exemplare bestellt und hält 20 Optionen.

Fedex übernimmt ersten ATR-Frachter

Embraer E195-E2 vom Azul: Die brasilianische Fluglinie ließ das Modell kurzzeitig ganz am Boden.

GPS-Probleme bei Embraer E2 treffen Airlines weltweit

Video

Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier