Paris Air ShowAirbus siegt in der Nachspielzeit

Le Bourget ist das Heimspiel von Airbus. Dennoch war das Order-Rennen zwischen Boeing und dem europäischen Hersteller 2015 knapp. Die Bilanz der Paris Air Show.

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Sehen und gesehen werden ist ein wichtiger Teil der Paris Air Show. Doch auf der Luftfahrtmesse am Flughafen Le Bourget bei Paris werden auch Geschäfte gemacht. Oder wie es Wizz-Air-Chef Jozsef Varadi gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters ausdrückte: «Ich mag diese Anlässe nicht. Jedes Mal kaufe ich etwas.».

Die ungarische Billigairline war es denn auch, die im Order-Rennen zwischen den Erzrivalen Boeing und Airbus den Ausschlag gab. In einem nächtlichen Verhandlungsmarathon – begleitet offenbar von Takeaway-Pizza – versuchte Boeing bis zuletzt, Airbus den Kunden abzujagen. Doch die Europäer ließen sich den dicken Fisch nicht entgehen und gaben Wizz Air große Rabatte. Das Resultat war eine Bestellung von 110 A321 Neo im Wert nach Listenpreisen von 14 Milliarden Dollar.

Bombardier und Sukhoi enttäuschten

Mit dem Deal in letzter Minute sicherte sich Airbus auch den Sieg im Order-Rennen. Die Europäer sammelten Bestellungen und Absichtserklärungen für 421 Flieger im Wert von 57 Milliarden Dollar ein. Boeing konnte 331 Flugzeuge für 50,2 Milliarden verkaufen. Bei den festen Orders hatten indes die Amerikaner die Nase vorne.

Auch kleinere Anbieter konnten Erfolge verbuchen. Embraer verkaufte 50 Flieger im Wert von rund 3 Milliarden Dollar. Die italienisch-französische ATR setzte 46 Flieger im Wert von rund 2 Milliarden Dollar ab. Bombardier verkaufte dagegen nur fünf Flugzeuge im Wert von 200 Millionen. Keine neue Order konnten die Kanadier für ihren neuen Jet C-Series einsammeln. Sukhoi setzte drei weitere Superjets 100 im Wert von rund 75 Millionen ab.  Ganz leer ging Mitsubishi mit dem Regional Jet aus.

Eine Übersicht der Bestellungen sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie.

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