Airbus A350-1000 von Qatar Airways: Gerade nicht erwünscht.

Erstmals auch A350 storniertAirbus setzt harten Kurs gegen Qatar Airways fort

Nächstes Kapitel im Streit: Qatar Airways hat zwei Airbus A350-1000 nicht angenommen. Der Hersteller kündigt ihr daher zwei Lieferpositionen für das Modell.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Im ersten Moment war nicht ersichtlich, wer die Stornierung veranlasst hatte. Airbus’ am Dienstag (8. Februar) veröffentliche Order-Übersicht für Januar 2022 wies zwei A350-1000 weniger für Qatar Airways aus. Doch ob der Flugzeugbauer oder die Airline die Stornierung vorgenommen hatte, blieb zunächst offen.

Jetzt stellt ein Airbus-Sprecher gegenüber aeroTELEGRAPH jedoch klar: «Wir bestätigen, dass wir in voller Übereinstimmung mit unseren Rechten Lieferpositionen für zwei A350 mit Qatar Airways gekündigt haben.» Grund sei, dass die Fluggesellschaft aus Katar zwei zur Auslieferung vorgesehen Flieger nicht angenommen habe.

Airbus stornierte bereits A321-Neo-Order

«In dieser noch nie da gewesenen Situation war diese Entscheidung das letzte Mittel nach vielen erfolglosen Versuchen, für beide Seiten vorteilhafte Lösungen zu finden», so der Airbus-Sprecher weiter. Der Schritt zeigt: Der Flugzeugbauer setzt im Streit um die Rumpfbeschichtungen des A350 den harten Kurs gegen die Golfairline fort.

Im Januar hatte Airbus schon eine Order über 50 A321 Neo von Qatar Airways storniert. Die Fluggesellschaft kündigte an, die Vertragskündigung anzufechten, platzierte kurz danach aber auch eine Bestellung bei Boeing. Zum einen als Absichtserklärung für 25 Boeing 737 Max. Zum anderen als feste Order für zwei 777 F sowie für 34 777-8 F, allerdings bei gleichzeitiger Kürzung einer alten 777X-Order um 20 Exemplare.

Heftige Vorwürfe von beiden Seiten

Zur aktuellen Stornierung der beiden A350-1000 durch Airbus verwies Qatar Airways auf eine Stellungnahme vom 21. Januar. Damals hatte sie ein Video zu Oberflächenschäden an ihren A350 veröffentlicht und erklärt: «Einer der Mängel führt dazu, dass der Blitzschutz des Flugzeugs freiliegt und beschädigt wird.» Ein weiter Mangel führe dazu, dass die darunter liegende Verbundwerkstoffstruktur Feuchtigkeit und ultraviolettem Licht ausgesetzt sei.

«Und andere Mängel umfassen Risse im Verbundwerkstoff sowie Schäden um einen hohen Prozentsatz von Nieten am Flugzeugrumpf», so Qatar Airways. Man sei daher «nicht in der Lage, weitere von Airbus zur Auslieferung angebotene Flugzeuge anzunehmen», kündigte die Fluglinie damals schon an. Airbus hatte Qatar Airbus bereits vorher der Falschdarstellung beschuldigt und erklärt: «Der Versuch dieses Kunden, dieses spezifische Thema fälschlicherweise als Lufttüchtigkeitsproblem darzustellen, stellt eine Bedrohung der internationalen Protokolle zu Sicherheitsfragen dar.»

Londoner Gericht muss entscheiden

Schon Anfang Januar hatte Qatar Airways versucht, Airbus gerichtlich die Auslieferung von A350 zu untersagen. Auch Airbus hat mittlerweile rechtliche Schritte eingeleitet. Eine Anhörung vor einem Londoner Gericht soll im April stattfinden.

Mehr zum Thema

Airbus A350-1000 von Qatar Airways: Höchstens noch 21 weitere.

Qatar bekommt auch zwei Airbus A350-1000 weniger

Qatar Airways antwortet Airbus mit Video der A350-Schäden

Qatar Airways antwortet Airbus mit Video der A350-Schäden

Airbus A321 Neo von Qatar Airways: Sind Boeing 737 Max eine geeignete Alternative? Airbus sagt: Ja.

Airbus kündigt Vertrag über 50 A321 Neo mit Qatar Airways

ticker-airbus-konzern-

Frankreich lässt neue Airbus-Drohne für Marineeinsatz zu

Video

learjet absturz florida 01
Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat sich zum tödlichen Absturz des Bombardier Learjet 60 in Florida geäußert. Das sind die Erkenntnisse über die letzten Minuten des Unglücksfluges, der in ein Wohngebiet stürzte.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 d aihz duesseldorf
Zum Abschied gab es für die D-AIHZ noch einen Wassersalut: Am Montag hat auch der letzte Airbus A340-600 von Lufthansa Düsseldorf und Deutschland verlassen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Aggrarflugzeug kurz vor Absturz: Das Flugzeug traf einen Kindergarten.
In Brasilien ist ein Agrarflugzeug kurz nach dem Start in eine Kindertagesstätte gestürzt. Das Flugzeug traf glücklicherweise einen Gebäudeteil, den die Kinder nicht nutzen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies