Airbus A350: Wie schlimm sind die Schäden? Darüber herrscht keine Einigkeit.

Klage gegen AirbusQatar Airways will Auslieferungen von A350 richterlich stoppen

Im Rosenkrieg zwischen der Golfairline und Airbus geht es um viel Geld. Qatar Airways verlangt mehr als 600 Millionen Dollar Schadenersatz und einen generellen Stopp der Auslieferungen von A350.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Die Krise zwischen Airbus und Qatar Airways ist inzwischen ein veritabler Rosenkrieg. Im Dezember gab die Golfairline bekannt, dass sie beim High Court in London Klage gegen den Flugzeughersteller eingereicht hat. «Alle unsere Versuche, mit Airbus eine konstruktive Lösung für den beschleunigten Oberflächenverschleiß der Airbus A350 zu finden, sind leider gescheitert», erklärte sie.

Jetzt wird deutlich, dass es dabei nicht nur um unterschiedliche Ansichten und verletzte Befindlichkeiten geht, sondern um gigantische Summen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters auf Basis der Klageschrift berichtet, verlangt Qatar Airways 618 Millionen Dollar Schadenersatz. Das Geld will die Fluggesellschaft für die Verluste, die ihr dadurch entstehen, dass sie mittlerweile 21 Airbus A350 auf Geheiß der Luftfahrtbehörde von Katar nicht einsetzen darf.

Vier Millionen für jeden weiteren Tag

Doch das ist noch nicht alles. Für jeden weiteren Tag, den die Langstreckenflugzeuge nicht abheben dürfen, verlangt die Golfairline weitere vier Millionen Dollar. Noch krasser: Qatar Airways verlangt vom Gericht auch, dass es Airbus verbietet, A350 auszuliefern, bis die Mängel behoben seien, so der Bericht von Reuters.

Airbus erklärt, die Mängel bei der Oberflächenlackierung seien eingehend geprüft und von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit Easa bestätigt worden. Sie hätten keine Auswirkungen auf die Lufttüchtigkeit der Flugzeuge. Die Golfairline spricht von Rissen im Verbundwerkstoff und von einer Verschlechterung des Blitzschutzes.

Andere Airlines nicht beunruhigt

Katar ist bisher das einzige Land weltweit, dass A350-Exemplare gegroundet hat. Wie den Gerichtsunterlagen zu entnehmen ist, hat die Qatar Civil Aviation Authority QCAA ab Juni nach und nach Flieger aus dem Verkehr gezogen. In einem Schreiben an Airbus habe sie mitgeteilt, dass die Mängel an der Oberfläche «beunruhigend, wenn nicht gar alarmierend» seien.

Diverse andere Fluggesellschaften haben ebenfalls Probleme mit dem Lack ihrer Airbus A350. Finnair erklärte beispielsweise, es handle sich um ein bedauerliches, aber lediglich kosmetisches Problem. Lufthansa spricht von gelegentlichen kosmetischen Mängeln, die behoben worden seien und nie ein Risiko für die Sicherheit dargestellt hätten.

Mehr zum Thema

Airbus A350 von Qatar Airways am BER: Immer mehr Jets am Boden.

Qatar Airways verklagt Airbus wegen A350

Airbus will sich «mit Nachdruck» gegen Qatar Airways verteidigen

Airbus will sich «mit Nachdruck» gegen Qatar Airways verteidigen

Qatar-Airways-Chef Akbar Al-Baker im Airbus A350-1000: Erstkunde.

Warum der Streit mit Qatar Airways so heikel für Airbus ist

ticker-airbus-konzern-

Airbus und Alta Ares entwickeln gemeinsam europäische Drohnenabwehr

Video

2005: Boeing 737-800 (VH-XZJ) «Mendoowoorrji»
Rund 13 Jahre lang flog die Boeing 737 namens Mendoowoorrji mit einem Aborigine-Kunstwerk auf dem Rumpf um die Welt. Nun wird das Flugzeug von Qantas umlackiert, ganz verschwindet die Geschichte aber nicht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Special Olympics Airlift 2025: Zahlreiche Jets nehmen an der Aktion teil.
Vom 20. bis 26. Juni finden die Special Olympics USA Games statt. Zur Anreise können die Athletinnen und Athleten den Special Olympics Airlift nutzen, bei dem Flugzeugbesitzer ihre Flieger kostenlos zur Verfügung stellen. Erstmals ist auch eine Boeing 777 dabei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
König Felipe VI. und Prinzessin Leonor: Flogen gemeinsam.
Prinzessin Leonor befindet sich auf der letzten Etappe ihrer militärischen Ausbildung. Ein Höhepunkt folgte nun in San Javier: Die spanische Thronfolgerin flog gemeinsam mit König Felipe VI. in einer Formation – mit einer Pilatus PC-21.
gerard al fil
Gérard Al-Fil