Airbus A350 von Aeroflot: Nicht viel unterwegs.

Nur im InlandAirbus A350 von Aeroflot flogen dieses Jahr nur 50 Mal

Nur sieben Airbus A350 hat die russische Nationalairline erhalten. Unterwegs sind die Langstreckenflugzeuge von Aeroflot derzeit nur im Inland. Und auch das nur sehr selten.

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Luftfahrt

Eigentlich wollte Aeroflot 22 Airbus A350 in die Flotte aufnehmen. Daraus wurde nichts. Nachdem Russland am 24. Februar 2022 die Ukraine angriff, verhängte der Westen umgehend Sanktionen. Unter anderem dürfen russische Airlines seither keine Jets aus westlicher Produktion mehr erhalten.

Nur sieben Airbus A350 wurden vor Ausrufung der Sanktionen an die mehrheitlich staatliche Airline ausgeliefert.  Und die sind gerade kaum unterwegs. Wie das Portal Aviatorshchina schreibt, haben die sieben Langstreckenjets dieses Jahr bislang nur 50 Flüge absolviert. Alle führten in die kirgisische Hauptstadt Bishkek.

Nur sechs Flugzeuge flugtüchtig

Bald sollen die Airbus A350 von Aeroflot aber wieder mehr unterwegs sein. Zwischen März und Oktober sind laut dem Bericht 2100 Flüge geplant. Ins Ausland werden aber auch die größtenteils nicht gehen. Die Fluglinie wird die Langstreckenflieger unter anderem regelmäßig auf Flügen nach Vladivostok und Khabarovsk einsetzen.

Flugtüchtig sind von den sieben Fliegern derzeit nur noch sechs. Der jüngste A350, der am Tag der russischen Invasion vergangenes Jahr ausgeliefert worden war, war seit über einem Jahr nicht mehr in der Luft. Nach nur zehn Flügen parkte Aeroflot den Jet am 8. März. Laut Richtlinien der europäischen Flugsicherheitsbehörde Easa darf er eigentlich gar nicht mehr abheben.

Siebter Flieger Ersatzteilspender

Der brandneue A350 mit dem Kennzeichen RA-73156 konnte nur zehn Flüge absolvieren und wurde bereits am 7. März abgestellt und Mitte April eingelagert. Im Mai fiel das Flugzeug unter eine Richtlinie der europäischen Luftfahrtbehörde Easa, die den Betreibern vorschreibt, ein wichtiges Softwareupdate durchzuführen. Ohne das könnte es zu einem Kontrollverlust kommen.

Das bekommt Aeroflot aber nicht.  Denn aufgrund der EU-Sanktionen hat Airbus die Bereitstellung von technischer Unterstützung, Wartung und Ersatzteilen für seine Flugzeuge für russische Fluggesellschaften eingestellt. Der A350 konnte also nicht mehr abheben. Aeroflot nutzte ihn darum als Ersatzteilspender.

Siebter Flieger als Ersatzteilspender

Die restlichen Airbus A350, die ursprünglich für Aeroflot bestimmt waren, konnte Airbus problemlos loswerden. Turkish Airlines fand sich als Abnehmerin, aber auch Air India wird im Rahmen ihrer Rekordbestellung beim europäischen Flugzeugbauer einige der Flugzeuge für Aeroflot übernehmen – inklusive der für die Russen vorgesehenen Kabine. 

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