Airbus A320 Neo mit Triebwerken von Pratt & Whitney: Viele der Motoren müssen zur Inspektion.

Erneut Pratt and WhitneyAirbus A320 Neo bekommen das nächste Triebwerksproblem

Der Triebwerksbauer Pratt & Whitney meldet ein neues Problem mit Motoren der Airbus-A320-Neo-Familie. Eine erhebliche Anzahl der Triebwerke muss vorzeitig zur Inspektion.

Top-Jobs

Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Seit vergangenem Monat sieht Pratt & Whitney bei ihren GTF-Triebwerken wieder Licht am Ende des Tunnels. Nach Wartung und Reparatur von Motoren habe man im Mai mehr Triebwerke wieder ausgeliefert, als Airlines außer Betrieb genommen hätten, teilte der Hersteller im Juni mit. Die Engpässe gehen also zurück, die Lage entspannt sich.

Doch nun steht schon das nächste Problem ins Haus beim GTF, was für Geared Turbofan steht, oder auf Deutsch Getriebefan. Mutterkonzern RTX teilt am Dienstag (25. Juli) mit, Pratt & Whitney habe festgestellt, «dass ein seltener Zustand bei Pulvermetall, das zur Herstellung bestimmter Motorteile verwendet wurde, eine beschleunigte Flotteninspektion erforderlich macht». Dabei geht es nicht um die Triebwerke, die aktuell produziert werden.

200 Triebwerke schon bis Mitte September

Man gehe davon aus, dass «ein erheblicher Teil der PW1100G-JM-Triebwerksflotte», welche die Airbus-A320-Neo-Familie antreibt, innerhalb der nächsten neun bis zwölf Monate vorzeitig demontiert und inspiziert werden muss, schreibt RTX. Bei rund 200 Triebwerken werde dies schon bis Mitte September nötig sein.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte eine mit dem Problem vertraute Quelle, es handele sich nicht um ein unmittelbares Sicherheitsproblem, und Pratt & Whitney prüfe noch, wie viele Triebwerke genau betroffen seien. RTX habe vergangene Woche damit begonnen, Kunden über das Problem zu informieren. Flugzeugbauer Airbus erklärte, man erwarte dadurch keine Auswirkungen aus die A320-Neo-Auslieferungen.

Zwei Triebwerkshersteller zur Auswahl

Rund ein Drittel der Endmontage der PW1100G-JM-Serientriebwerke finden beim deutschen Konzern MTU in München statt. Auch an der Instandhaltung ist das Unternehmen an verschiedenen Standorten beteiligt. Auf Anfrage von aeroTELEGRAPH sagte eine MTU-Sprecherin, man werde sich am Mittwoch (26. Juli) im Rahmen der Halbjahresberichterstattung zu dem Thema äußern.

Die Flugzeuge der A320-Neo-Familie sind mit zwei Triebwerken von zwei Herstellern erhältlich. Neben den Motoren von Pratt & Whitney stehen auch Leap-1A-Triebwerke von CFM International zur Auswahl.

Mehr zum Thema

Pratt and Whitney sieht Licht am Ende des GTF-Tunnels

Pratt and Whitney sieht Licht am Ende des GTF-Tunnels

Martin Gauss: «Das schadet unserem Image.»

«Das Problem bei Pratt and Whitney wird immer noch größer»

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.

Alles, was Sie zum Pratt-and-Whitney-Problem wissen müssen

airbus a350 1000 dubai airshow 2025

Kunde bestellt acht Airbus A350-1000 - aber will sich (noch) nicht zu erkennen geben

Video

evakuierung flugzeug koffer
Immer häufiger ist zu beobachten, dass Fluggäste bei Evakuierungen mit ihrem Handgepäck das Flugzeug verlassen - und damit ihr eigenes und fremde Leben riskieren. Der Airline-Dachverband Iata will nun mithilfe einer psychologischen Studie herausfinden, was Fluggesellschaften dagegen tun können.
Timo Nowack
Timo Nowack
houston beinahe zusammenstoss
Mitte Dezember kam es über Houston beinahe zu einem Zusammenstoß zwischen einem Airbus A320 Neo und einer Embraer ERJ 145. Zuvor gab es ein Missverständnis zu einer Anweisung der Flugsicherung.
Timo Nowack
Timo Nowack
pia crew streit
Am Flughafen Jeddah sind zwei Crewmitglieder von Pakistan International Airlines aneinandergeraten. Die Fluglinie untersucht den Vorfall nun.
Timo Nowack
Timo Nowack