Pilot im Cockpit: Nicht der einzige mit Verantwortung.

Risikofaktor Mensch

Menschliches Versagen ist der größte Risikofaktor in der Luftfahrt. Das müsse sich ändern, fordern Luftfahrtpsychologen. Sie haben einen Vorschlag.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Inflight Service Personnel (M/F/D)

Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Wien/LOWW/VIE
Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs

Don Harris macht sich Sorgen. «Menschliches Versagen ist die größte Bedrohung für die Sicherheit in der Luftfahrt», so der Luftfahrt-Psychologe in der neuen Ausgabe des Fachmagazins «The Psychologist». Und in der Branche werde viel zu wenig dafür getan, dieses Risiko zu minimieren. «Die Aufseher und Entwickler erkennen nicht, dass sich das System komplett verändert hat», so Harris.

So habe sich auch sein Berufsfeld geändert, erklärt er. Früher sei der Job von Luftfahrt-Psychologen oft gewesen, bei technischen Entwicklungen mögliche Fehler zu antizipieren und das zu erklären, damit die Ingenieure die Bauweise anpassen können - etwa wenn es darum ging, bestimmte Hebel und Mechanismen möglichst wenig verwirrend zu positionieren.

«System von Systemen»

Nun aber gehe es auch darum, ein «System von Systemen» fehlerfrei zu halten. Denn verantwortlich für den sicheren Flug seien nicht nur die Piloten, sondern auch diesen unbekannte Lotsen am Boden, an Dritte ausgelagerte Wartungsmitarbeiter – ja teilweise gehören nicht einmal die Flieger den Airlines selbst und Piloten werden ausgeliehen.

«Wir müssen als Psychologen langfristig in den Prozess der Ausbildung integriert werden», so Harris. Nur so könne man alle Beteiligten so schulen, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst seien. Aber dazu müsse sich auch das Selbstbild seiner Zunft ändern und das, welches man in der Branche von ihr hat. «Viele halten uns für pure Geldfresser, die keinen Mehrwert bieten», so Harris. «Doch gerade heutzutage muss sich diese Sichtweise ändern.»

Mehr zum Thema

US-Luftfahrtbehörde schaut sich United Airlines genauer an

US-Luftfahrtbehörde schaut sich United Airlines genauer an

Eine Boeing 737 von Southwest: In San Francisco kamen sich Flugzeuge gefährlich nah.

«Sie sollten nicht auf der Landebahn sein»

United rüffelt eigene Piloten

United rüffelt eigene Piloten

Dreamliner frisch aus der Fabrik: Alles in allem zuverlässig

Neue Probleme beim Dreamliner

Video

airbus a330 antarktis
Im vergangenen Dezember landete erstmals ein Airbus A330 in der Antarktis. Jetzt gibt es reichlich Einblicke ins Cockpit während dieses Fluges.
Timo Nowack
Timo Nowack
Das Wrack der Beechcraft 1900 von Satena: Liegt in schwierigem Gelände.
Im Nordosten Kolumbiens ist eine Beechcraft 1900 auf dem Weg nach Ocaña abgestürzt. Alle 15 Menschen an Bord des Flugzeuges der Staatsairline Satena kamen ums Leben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack