Pilot im Cockpit: Nicht der einzige mit Verantwortung.

Risikofaktor Mensch

Menschliches Versagen ist der größte Risikofaktor in der Luftfahrt. Das müsse sich ändern, fordern Luftfahrtpsychologen. Sie haben einen Vorschlag.

Top-Jobs

Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Don Harris macht sich Sorgen. «Menschliches Versagen ist die größte Bedrohung für die Sicherheit in der Luftfahrt», so der Luftfahrt-Psychologe in der neuen Ausgabe des Fachmagazins «The Psychologist». Und in der Branche werde viel zu wenig dafür getan, dieses Risiko zu minimieren. «Die Aufseher und Entwickler erkennen nicht, dass sich das System komplett verändert hat», so Harris.

So habe sich auch sein Berufsfeld geändert, erklärt er. Früher sei der Job von Luftfahrt-Psychologen oft gewesen, bei technischen Entwicklungen mögliche Fehler zu antizipieren und das zu erklären, damit die Ingenieure die Bauweise anpassen können - etwa wenn es darum ging, bestimmte Hebel und Mechanismen möglichst wenig verwirrend zu positionieren.

«System von Systemen»

Nun aber gehe es auch darum, ein «System von Systemen» fehlerfrei zu halten. Denn verantwortlich für den sicheren Flug seien nicht nur die Piloten, sondern auch diesen unbekannte Lotsen am Boden, an Dritte ausgelagerte Wartungsmitarbeiter – ja teilweise gehören nicht einmal die Flieger den Airlines selbst und Piloten werden ausgeliehen.

«Wir müssen als Psychologen langfristig in den Prozess der Ausbildung integriert werden», so Harris. Nur so könne man alle Beteiligten so schulen, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst seien. Aber dazu müsse sich auch das Selbstbild seiner Zunft ändern und das, welches man in der Branche von ihr hat. «Viele halten uns für pure Geldfresser, die keinen Mehrwert bieten», so Harris. «Doch gerade heutzutage muss sich diese Sichtweise ändern.»

Mehr zum Thema

US-Luftfahrtbehörde schaut sich United Airlines genauer an

US-Luftfahrtbehörde schaut sich United Airlines genauer an

Eine Boeing 737 von Southwest: In San Francisco kamen sich Flugzeuge gefährlich nah.

«Sie sollten nicht auf der Landebahn sein»

United rüffelt eigene Piloten

United rüffelt eigene Piloten

Dreamliner frisch aus der Fabrik: Alles in allem zuverlässig

Neue Probleme beim Dreamliner

Video

Boeing 727 landet am 28. April am Flughafen Doncaster Sheffield: Es war die erste Landung eines großen Flugzeugs seit 2022.
Vier Jahre lang lag der britische Flughafen im Dornröschenschlaf. Jetzt soll er wieder Flüge bekommen. Die erste Landung am Flughafen Doncaster/Sheffield absolvierte aber ein Oldie.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Es wird gearbeitet am FLughafen Basel/Mulhouse.
Am Euro Airport steht das Herz des Flugbetriebs still: Für 36 Tage wird die Hauptpiste komplett erneuert. Wo sonst Jets im Minutentakt starten und landen, dominieren nun Baumaschinen. Ein Besuch am Flughafen Basel/Mulhouse/Freiburg im Ausnahmezustand.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
Zwei Mitarbeitende von Alaska Airlines: Teil des Sicherheitsvideos.
Die fünftgrößte Fluggesellschaft der USA führt erstmals in ihrer Geschichte ein eigenes Sicherheitsvideo ein. Der Schritt von Alaska Airlines erfolgt aus einem ganz bestimmten Grund.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin