Massive SicherheitsproblemeUnited rüffelt eigene Piloten

In einer Nachricht an ihre Cockpitcrews schlägt das Management von United harsche Töne an. Es wirft den Piloten vor, zu viele Fehler zu machen.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

«Die Situation lässt uns keine andere Wahl», schreiben Flight-Operations-Chef Howard Attarian und Sicherheitschef Michael Quiello in einem Brief an alle United-Piloten. «In den letzten Wochen hat unsere Fluggesellschaft schwere Zwischenfälle und Beinahekollisionen erlebt.» Diese hätten es nicht in die Medien geschafft und verletzt sei auch niemand geworden. Aber es müsse sich etwas ändern. Denn: «Was die Vorfälle alle gemeinsam hatten: Sie hätten verhindert werden können.»

Die beiden Manager beschreiben einen Zwischenfall, in dem Piloten während des Fluges die Treibstoffanzeige nicht im Blick hatten. Nach der Landung stellte man fest, dass sie weniger als die Mindest-Restmenge an Kerosin im Tank hatten. Ein weiteres Mal war ein Flugzeug offenbar gestartet, obwohl es eigentlich nicht 100 Prozent sicher war. Die Crew habe dazu beigetragen, heißt es in dem Brief, den das Wall Street Journal veröffentlicht hat. Zwei Zwischenfälle hätten fast dazu geführt, dass ein Flugzeug abstürzte.

Fehlerhafte Kommunikation

«Uns ist klar, dass Sie nicht zur Arbeit gehen und Ihre Arbeit schlecht machen wollen», schreiben Attarian und Quiello. «Aber Sie müssen immer sofort Bescheid sagen, wenn Sie das Gefühl haben, die Sicherheit sei infrage gestellt.» Einer der Piloten würde einen Fehler fast immer bemerken. In einigen Fällen, die man untersucht habe, sei aber die Warnung des zweiten Crewmitglieds einfach ignoriert worden. Das sei inakzeptabel.

Ob die Sicherheitsprobleme Konsequenzen haben, will United nicht sagen. Und das Management weist auch selbst nicht alle Schuld von sich. Seit der Fusion mit Continental habe es viele Änderungen gegeben, viele Piloten seien in Rente gegangen, viele neue eingestellt worden.

«Halten Sie sich an die Regeln»

Der Mangel an Konstanz würde sicherlich auch dazu beitragen, dass die Kommunikation im Cockpit nicht die beste sei. «Aber wir brauchen Ihre Kooperation in dieser historischen Umbauphase unseres Unternehmens», heißt es. «Halten Sie sich an die Regeln. Unsere oberste -Priorität muss sein, dass Crews und Passagiere heil zu Hause bei ihren Familien ankommen.»

Mehr zum Thema

US-Luftfahrtbehörde schaut sich United Airlines genauer an

US-Luftfahrtbehörde schaut sich United Airlines genauer an

Eine Boeing 737 von Southwest: In San Francisco kamen sich Flugzeuge gefährlich nah.

«Sie sollten nicht auf der Landebahn sein»

Pilot im Cockpit: Nicht der einzige mit Verantwortung.

Risikofaktor Mensch

Dreamliner frisch aus der Fabrik: Alles in allem zuverlässig

Neue Probleme beim Dreamliner

Video

Das Terminal des Port Polska: Platz für vorerst 44 Millionen passagiere.
Von Kommunisten erdacht, viel später von einer nationalkonservativen Regierung wiederbelebt und schließlich von einer liberalen Regierung bestätigt: Port Polska hat viele politische Wendungen überlebt. Polens neuer Zentralflughafen nimmt nun konkrete Formen an. Ende 2032 soll er eröffnet werden - mit Platz für jährlich 44 Millionen Fluggäste, 24-Stunden-Betrieb und Lot Polish Airlines als wichtigster Nutzerin.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Sturm am Flughafen Forli: Flugzeuge umgedreht.
Ein heftiger Sturm mit Böen von bis zu 120 Kilometern pro Stunde ist über Forlì in Italien hinweggezogen. Auch der Flughafen wurde getroffen: Zwei eingelagerte Boeing 737 und mehrere Kleinflugzeuge wurden beschädigt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack