Passagiere in Heathrow: Vieles funktioniert nur mit EU-Zubehör.

Wegen BrexitFlughafen Heathrow hamstert Gummihandschuhe

Viel Zubehör des Londoner Flughafens Heathrow wird nicht im Vereinigten Königreich hergestellt. Daher legt der Airport vor dem Brexit nun Vorräte an.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Dass der Brexit Auswirkungen auf die Luftfahrtbranche haben wird, ist klar. So produziert Airbus etwa Flugzeugteile im Vereinigten Königreich, schaut sich aber nach Alternativen für den Fall eines harten Austritts aus der EU um. Auch Fluggesellschaften könnten Probleme bekommen, falls es nicht zu einem Abkommen kommt, das dem jetzigen Open-Skies-Abkommen unter EU-Staaten gleicht. Wie sich nun herausstellt, ist vom Austritt der Briten aber auch der Flughafen Heathrow betroffen.

Der Hersteller des Gepäckabfertigungssystems in London-Heathrow kommt aus den Niederlanden. Sollte es zu einem harten Brexit kommen, könnte es also zu Problemen oder Mehrkosten bei der Beschaffung von Ersatzteilen kommen. Daher schafft sich der Airport nun noch vor dem Stichtag am 29. März einen Vorrat an.

Gummihandschuhe und Stoffteilchen

Auch andere Teile des Flughafenbetriebs würden ohne EU-Produkte nicht funktionieren. Etwa die Sicherheitskontrollen. Die Gummihandschuhe, die die Sicherheitsleute bei der Untersuchung von Passagieren tragen, werden im Vereinigten Königreich nicht hergestellt. Daher hamstert Heathrow sie. Auch die Stoffstücke, die bei der Untersuchung auf Sprengstoff verwendet werden, kommen aus der EU. «Wir müssen sichergehen, dass wir genug davon auf Vorrat haben», so Heathrow-Chef John Holland-Kaye zur Zeitung The Guardian.

Man beschäftige sich damit schon seit einer Weile, daher sei er auch zuversichtlich, dass der Betrieb in jedem Brexit-Szenario reibungslos weitergehe. Täglich reisen rund 200.000 Passagiere, ab, nach oder über Heathrow. Der Londoner Flughafen ist der größte Flughafen Europas.

Mehr zum Thema

Crew von Flybmi: In Zukunft seltener in Rostock zu sehen.

Flughafen Rostock leidet unter dem Brexit

Boeing 767 von British Airways: Mutter IAG riskierte, zu wenig europäisch zu sein.

IAG muss nicht-europäische Aktionäre abweisen

Boeing 787-8 von Tui: Ein Dreamliner musste am 29.Juni unplanmäßig in Stansted landen.

Boeing 787 von Tui Airways macht Hüpfer von London nach London

Airport London-Heathrow: Am 28. August 2023 fielen in ganz England zahlreiche Flüge aus.

Passwort-Panne verzögerte Hilfe bei britischem Luftfahrt-Chaos

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack