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Brexit

IAG muss nicht-europäische Aktionäre abweisen

Der Mutterkonzern von British Airways und Iberia hat ein Brexit-Problem, wenn noch mehr Investoren von außerhalb der EU Aktien kaufen. Darum führt IAG nun ein Limit ein.

Simeon Lüthi/aeroTELEGRAPH

Boeing 767 von British Airways: Mutter IAG riskierte, zu wenig europäisch zu sein.

Normalerweise führen Unternehmen solche Maßnahmen ein, um feindliche Übernahmen zu verunmöglichen oder um nationale Interessen zu schützen. Bei der International Consolidated Airlines Group IAG hat es einen ganz anderen Grund. Der Mutterkonzern von Aer Lingus, British Airways, Iberia, Level und Vueling muss zwingend europäisch beherrscht sein, will er bei einem harten Brexit nicht auf einen Schlag Streckenrechte verlieren. Genau das drohte aber. Denn Aktionäre von außerhalb der EU besitzen inzwischen 47,5 Prozent der Aktien.

Daher führt IAG nun eine Limitierung des Aktienbesitzes durch Nicht-EU-Bürger und -Firmen bei 47,5 Prozent ein, wie der Konzern am Montag (11. Februar) meldete. Das heißt: Ab sofort dürfen Investoren nur noch neue Anteile kaufen, wenn sie ihren Sitz in der EU haben – oder gleichzeitig ein anderer Aktionär aus dem ferneren Ausland Anteile verkauft. Derzeit sind Qatar Airways (21,43 Prozent, Katar) sowie die Finanzgesellschaften Capital Research and Management Company (10,01 Prozent, USA), Europacific Growth Fund (5,26 Prozent, USA), Blackrock (3,00 Prozent, USA) und Invesco (1,13 Prozent, USA) die größten Aktionäre von IAG.



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