Flughafen Havanna: Renovation dringend nötig.

Millionenrenovierung in Havanna

Immer mehr Touristen zieht es nach Kuba. Doch der internationale Flughafen der Hauptstadt ist schon jetzt überfordert. Das soll sich ändern.

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Lange Sandstrände, rhythmische Musik und bröckelnde Fassaden scheinen verlockend zu sein – trotz Diktatur und schlechter Wirtschaftslage. Immer mehr Leute reisen nach Kuba. Zählte die Karibikinsel 2007 noch zwei Millionen Touristen, so geht die Regierung dieses Jahr von mindestens drei Millionen aus. Das schreibt die staatliche Nachrichtenseite Cubadebate. Doch die veraltete Infrastruktur des internationalen Flughafens Havanna macht den Reisenden die Ankunft und Abreise zur Qual. Schlechter Service, lange Wartezeiten, veraltete Einrichtung – der Flughafen ist nicht mehr als ein notwendiges Übel, das man über sich ergehen lassen muss.

Das Terminal 3, über das die internationalen Passagiere einreisen, wurde 1998 eingeweiht. Gebaut wurde es damals mit kanadischer Unterstützung. Aus dem nordamerikanischen Land kommen denn auch die meisten Touristen nach Kuba, gefolgt von Großbritannien, Spanien und Italien. Wie die Zeitung The Havana Reporter berichtet, will die Regierung nun handeln und das internationale Terminal für 10,2 Millionen Dollar überholen.

Arbeiten schon begonnen

Die Renovierungsarbeiten haben schon begonnen. Sechs Monate sollen sie dauern. Momentan hat das Terminal die Kapazität für rund 1500 Passagiere auf einmal. Diese Zahl wird nun auf rund 2500 ansteigen. Neben einer Kapazitätserhöhung will Flughafendirektor Juan Carlos Quintana auch Platz für größere Flugzeuge schaffen. Im Terminal sollen eine neue Beleuchtung, mehr Check-In-Schalter oder moderne Klimaanlagen den Flughafen fit für den Boom machen.

Wer aus den USA kommt, wird das neue Terminal indes nicht sehen: USA-Reisende kommen in einem eigenen Terminal 2 an. Aus den Vereinigten Staaten sind nur Charterflüge erlaubt. Buchen dürfen sie nur Exilkubaner, die ihre Verwandten auf der Insel besuchen.

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«Unter dem Rundbau entfaltet sich rund um das weitläufige Central Green ein lebendiges neues Viertel. Mit Pflanzen, Bäumen und bequemen Straßenmöbeln ist dies ein flexibler. Das Grün zieht sich durch die drei Zweige des Terminals und umrahmt Boulevards mit Restaurants, Geschäften und Einzelhandelsgeschäften, die zusammen an eine lebendige Straße in einem Chicagoer Viertel erinnern», so das Archtiekturbüro Studio Gang.

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