Der Flughafen Genf sicher sich eine 3+.

Remote TowerFlughafen Genf bekommt einen virtuellen Kontrollturm

Immer mehr Flughäfen werden aus der Ferne gesteuert. Nun kommt die Technologie auch in die Schweiz. Die Flugsicherung Skyguide hat beschlossen, dass der Flughafen Genf umgestellt wird.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

HD-Kameras erfassen das Geschehen, Mikrofone liefern Geräusche und Sensoren halten Bewegungen fest. Die gesammelten Daten senden sie live an eine Zentrale. Dort sitzen die Fluglotsinnen und -lotsen. Mit den Informationen und mithilfe der klassischen Geräte wie Radar oder Funk steuern sie den Flugverkehr.

Ihre Arbeit ist dabei fast die gleiche wie früher. Nur sitzen die Flugsicherungsprofis nicht mehr im Kontrollturm direkt am Flughafen, sondern mitunter Hunderte Kilometer entfernt. Remote Digital Tower nennt sich die Technologie, die an immer mehr Flughäfen eingesetzt wird – auch in Europa. Erst hielt sie an kleinen Airports wie dem schwedischen Örnsköldsvik Einzug. Inzwischen werden aber auch größere Flughäfen wie London-City oder Budapest aus einer weit entfernten Zentrale gesteuert.

«Betrieblich und technisch in Genf umsetzbar»

Auch in Deutschland setzt man bereits auf virtuelle Kontrolltürme. Der Verkehr am Flughafen Saarbrücken wird seit vier Jahren aus der DFS-Zentrale in Leipzig und damit aus einer Entfernung von 450 Kilometer gesteuert. Der Flughafen Erfurt wird seit April aus der Ferne überwacht.

Und nun bekommt auch die Schweiz einen virtuellen Kontrollturm. Die Flugsicherung Skyguide hat beschlossen, den Verkehr am zweitgrößten Flughafen des Landes künftig aus der Ferne zu überwachen, wie eine Sprecherin aeroTELEGRAPH bestätigt. «Eine Vorstudie hat gezeigt, dass es betrieblich und technisch in Genf umsetzbar ist», sagt sie. Deshalb habe man sich entscheiden, das auch umzusetzen.

Projekt wurde eben erst gestartet

Der Hintergrund ist auch ein wirtschaftlicher. Der Kontrollturm am Aéroport International de Genève ist in die Jahre gekommen. «Er müsste neu gebaut werden», so die Sprecherin. Darum setze man gleich auf die zukünftige Technologie, die sich in vielen Ländern bewiesen habe. Gesteuert wird der Flughafen künftig aus der Skyguide-Zentrale in Genf.

Die Umstellung am Westschweizer Flughafen passiert aber nicht von heute auf morgen. Frühestens 2030 werde es am Flughafen Genf so weit sein, heißt es bei Skyguide. «Voraussichtlich Ende 2023, Anfang 2024 wird es weitere detailliertere Untersuchungen im Hinblick auf die Umsetzung geben», so die Sprecherin.

Turm in Zürich bleibt

Anders sieht es in Zürich aus. Zu kompliziert sind dort auch wegen den sich kreuzenden Pisten die Abläufe. Deshalb bekommt der größte Schweizer Airport 2030 einen neuen Kontrollturm - und in ihm werden auch weiterhin Lotsinnen und Lotsen sitzen

Mehr zum Thema

Wenn der Lotse nur Bildschirme sieht: Technologie der Zukunft.

Die Lotsen für Saarbrücken sitzen in Leipzig

DFS Zentrale in Langen: Von hier aus könnte man auch Lufträume in anderen Ländern kontrollieren.

Wenn der Lotse in einem anderen Land sitzt

London City Airport: So stellt der Flughafen sein Tower-Projekt vor.

London City Airport bekommt digitalen Tower

Kontrollturm in Zürich: Es kam erneut zu einer STörung bei Skyguide.

Erneut Panne bei Flugsicherung: Schweiz muss große Teile des Luftraums schließen

Video

alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil