London City Airport: So stellt der Flughafen sein Tower-Projekt vor.

Remote TowerLondon City Airport bekommt digitalen Tower

Ab 2019 werden die Fluglotsen am London City Airport die Starts und Landungen nicht mehr durch Fenster im Kontrollturm sehen. Sie sitzen dann mehr als 110 Kilometer entfernt.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Inflight Service Personnel (M/F/D)

Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Wien/LOWW/VIE
Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs

Der London City Airport baut einen neuen Tower - allerdings keinen normalen. Ab 2019 soll ein digitaler Kontrollturm mit Spezialausrüstung Panoramabilder und Daten an die Fluglotsen senden, die dann nicht mehr am Flughafen sitzen, sondern im mehr als 110 Kilometer entfernten nationalen Flugsicherungszentrum in Swanwick.

14 hochauflösende Kameras sollen ein 360-Grad-Livebild der Zustände am London City Airport liefern. Zusätzlich gibt es zwei Schwenk-Neige-Zoom-Kameras und die Lotsen können bis zu 30-fach heranzoomen. Dazu kommen Radar und Tonübertragung. Der Turm mit den Gerätschaften wird 50 Meter hoch sein und damit 32 Meter höher als der aktuelle.

Gefahr durch Cyber-Attacken

Der Bau soll 2017 beginnen, 2018 abgeschlossen sein und nach mehr als einem Jahr Test und Training den Betrieb aufnehmen. Flughafenchef Declan Collier sagte, man werde mit dem neuen Tower die Sicherheit erhöhen und einen neuen Standard in der Luftfahrtbranche setzen.

Gefragt nach den Risiken teilte der Flughafen laut dem TV- und Rundfunksender BBC mit, Sicherheitsspezialisten hätten das System unabhängigen Stresstests unterzogen. Als Absicherung gegen Ausfälle sollen außerdem drei Kabel auf verschiedenen Routen vom Flughafen nach Swanwick führen. Collier sagte, er sei überzeugt, dass das System auch sicher gegenüber Cyber-Attacken sei.

Ausbau bis 2025

Der Flughafen nahe dem Londoner Finanzdistrikt Canary Wharf wird nach eigenen Angaben der erste in Großbritannien mit einem digitalen Tower sein. Die Technik dafür stammt von Saab Digital Air Traffic Solutions aus Schweden und wurde bereits an den kleineren Flughäfen Örnsköldsvik und Sundsvall getestet. Ein Konkurrenzsystem wird derzeit am Flughafen von Saint-Pierre et Miquelon installiert.

Der London City Airport startet dieses Jahr auch einen 350 Millionen Pfund (407 Millionen Euro) schweren Ausbau, der die Kapazität bis 2025 um 2 Millionen Reisende pro Jahr erweitern soll. 2016 hatte der Flughafen 4,5 Millionen Reisende gezählt.

Mehr zu digitalen Kontrolltürmen lesen Sie im Artikel «Wenn im Kontrollturm niemand sitzt» unter «Mehr zum Thema».

Mehr zum Thema

Wenn im Kontrollturm niemand sitzt

Wenn im Kontrollturm niemand sitzt

Boeing 787-8 von Tui: Ein Dreamliner musste am 29.Juni unplanmäßig in Stansted landen.

Boeing 787 von Tui Airways macht Hüpfer von London nach London

Airport London-Heathrow: Am 28. August 2023 fielen in ganz England zahlreiche Flüge aus.

Passwort-Panne verzögerte Hilfe bei britischem Luftfahrt-Chaos

Beschädigte Ryanair-Tragfläche: Der Mitarbeiter war überfordert.

Wenn genervt sein zur Gefahr wird

Video

airbus a330 antarktis
Im vergangenen Dezember landete erstmals ein Airbus A330 in der Antarktis. Jetzt gibt es reichlich Einblicke ins Cockpit während dieses Fluges.
Timo Nowack
Timo Nowack
Das Wrack der Beechcraft 1900 von Satena: Liegt in schwierigem Gelände.
Im Nordosten Kolumbiens ist eine Beechcraft 1900 auf dem Weg nach Ocaña abgestürzt. Alle 15 Menschen an Bord des Flugzeuges der Staatsairline Satena kamen ums Leben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack