Flieger am Flughafen Bern: Linienflüge sind künftig ein Nebenschauplatz.

Angepasste StrategieFlughafen Bern gibt nicht auf

Der Flughafen Bern gibt sich eine neue Strategie. Linienflüge sind künftig nur noch ein Nebenprodukt. Zudem will er die Finanzierung umkrempeln.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Das Aus der Heimairline Skywork Ende August traf den Flughafen Bern hart. Die Passagierzahl sank deswegen 2018 um 17 Prozent auf nur noch 151.780. In der Folge zog das Management die Notbremse und stoppte alle Ausbaupläne und gab ein hartes Sparprogramm bekannt. Zudem überprüfte er die Strategie. Bis Ende letzten Jahres wollte die Führung die Resultate vorlegen, doch es dauerte länger.

Am Donnerstag (4. April) macht der Flughafen Bern seine neuen Pläne öffentlich. Zwei Szenarien habe man nach Prüfung verworfen, erklärt er: die Schließung (politisch unerwünscht) und die Positionierung als Airport für Billigairlines (zu teuer, zu unsicher). «Nach zahlreichen Gesprächen mit Aktionären, Vertretern aus Wirtschaft und Politik und der Bevölkerung und trotz großer Herausforderungen aufgrund veränderter regulatorischer und Marktbedingungen bekennt sich der Aufsichtsrat zu Bern-Belp als öffentlichem Regionalflughafen», schreibt der Airport in einer Pressemitteilung.

Breites Angebot

Der Linienverkehr wird künftig nicht mehr so sehr im Zentrum stehen. Die Führung des Flughafens Bern konzentriert sich auf die Gewinnung von Charterflügen zu Urlaubszielen im Sommer, wie es sie bereits länger gibt, und mindestens einer Verbindung zu einem Drehkreuz, um die «direkte Anreise aus der ganzen Welt nach Bern» zu ermöglichen. Daneben will er auf Regierungs- und diplomatische Flüge, in- und ausländische Militärtransporte, Inspektions- und Prüfungsflüge des Bundesamtes für Zivilluftfahrt, die Privatfliegerei, die Geschäftsfliegerei, sowie Aus- und Weiterbildungsflüge setzen. Insgesamt ist es also keine große Neuausrichtung.

Nach einem Verlust von rund 1 Million Franken im Jahr 2018 werde auch 2019 das Resultat noch «tiefrot ausfallen», schreibt die Führung. Um neue Kunden anzuziehen und so die finanziellen Ziele zu erreichen, will sie Investitionen in die Infrastruktur tätigen. Die bereits bewilligte vierte Ausbauetappe soll nun doch umgesetzt werden, wenn auch in modifizierter Form. Daran müsse sich allerdings künftig neben privaten Investoren - und das ist neu - auch die Politik viel stärker beteiligen - Bund, Kanton Bern und Stadt Bern, heißt es.

Mehr zum Thema

Flughafen Bern: Künftig kleinere Brötchen.

Flughafen Bern stoppt Ausbaupläne und spart

Saab 2000 von Skywork: Die Flieger bleiben am Boden.

Regionalairline Skywork ist pleite

ticker-skyguide

Skyguide: Entscheidung zum Leistungsplan der Schweizer Flugsicherung verzögert sich

Absturz einer Jonkers Sailplanes JS1-C: Untersuchung durch die Sust.

Neue Strategie der Schweizer Unfallermittler sorgt für Diskussionen

Video

Dassault Falcon 10X: Die Franzosen haben am 10. März das Rollout gefeiert.
Die Entwicklung verzögerte sich immer mehr. Nun hat Dassault endlich ihren neuesten Ultralangstrecken-Businessjet erstmals öffentlich präsentiert. Die Falcon 10X soll mit Geräumigkeit, Reichweite und Geschwindigkeit punkten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Raketenabwehr: Ist im Iran-Krieg zentral geworden.
Raketen, Drohnen und Apaches: Mit Jets, Hubschraubern und Flugabwehrsystemen verteidigen sich die Vereinigten Arabischen Emirate und sorgen so auch dafür, dass Flugzeuge von Emirates, Etihad, Flydubai oder Air Arabia wieder starten können.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin