Flugzeug von Qatar Airways am Flughafen Frankfurt: Deutlich seltener zu sehen.

Neue DatenUmwege, Ausfälle, Mehrkosten: Was der Nahost-Krieg für Europas Luftverkehr bedeutet

Der Krieg im Nahen Osten bringt den europäischen Luftverkehr durcheinander: Hunderte Flüge fallen täglich weg, Tausende müssen Umwege fliegen. Neue Zahlen zeigen, welche Flughäfen in Europa besonders stark von Ausfällen betroffen sind.

Top-Jobs

Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs

Der Krieg im Nahen Osten trifft die europäische Luftfahrt mit voller Wucht. Wie schlimm, beziffert Eurocontrol, die Europäische Organisation zur Sicherung der Luftfahrt: 59 Prozent weniger Flüge zwischen Europa und dem Nahen Osten fanden in der Zeit seit dem 5. März statt, rund 1200 Verbindungen täglich fallen weg. Zählt man auch Flüge hinzu, die die Region nur überqueren, liegt der Rückgang bei 56 Prozent. Das ist ein massiver Einschnitt in das globale Luftverkehrssystem.

Doch der Effekt geht über gestrichene Flüge hinaus. Täglich sind rund 1150 Flüge gezwungen, große Umwege zu fliegen, um gesperrte Lufträume zu umgehen. Das summiert sich auf zusätzliche 206.000 Kilometer jeden Tag. Die Folge: 602 Tonnen mehr Treibstoffverbrauch und rund 1900 Tonnen zusätzliche CO₂-Emissionen täglich. Der Krieg verändert damit auch die Umweltbilanz der Luftfahrt spürbar.

Innerhalb Europas gibt es mehr Verkehr

Gleichzeitig verschieben sich die Verkehrsströme. Während Verbindungen in den Nahen Osten drastisch zurückgehen, wächst der Verkehr in andere Regionen. Innerhalb Europas liegt das Plus bei rund 13 Prozent, auch Verbindungen nach Nordamerika und Asien legen deutlich zu, so Eurocontrol. Insgesamt liegt das Verkehrsaufkommen im europäischen Netzwerk derzeit sogar leicht über dem des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

Dennoch steigt der wirtschaftliche Druck. Die Treibstoffpreise sind seit Beginn der Krise um rund 134 Prozent gestiegen. Selbst für abgesicherte Airlines bedeutet das Milliardenbelastungen. Gleichzeitig werden Flüge durch Umwege länger und teurer. Und das dürfte sich zunehmend in Ticketpreisen und Nachfrage niederschlagen.

Welche Flughäfen sind besonders betroffen?

Eurocontrol hat auch ausgewertet, welche Flughäfen in Europa nach Anzahl der Nahost-Abflüge vor und nach Kriegsausbruch besonders betroffen sind. Sehen Sie die Details in der Bildergalerie - ein Klick aufs Bild öffnet die Galerie im Großformat:

Wir berichten, was in der Luftfahrt wirklich zählt – unabhängig, präzise, nah dran. Hinter jedem Artikel steht die Erfahrung erfahrener Luftfahrtjournalistinnen und -journalisten. Für den Preis von weniger als einem Getränk am Flughafen genießen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei und sichern unsere Unabhängigkeit. Jetzt hier klicken und abonnieren

Video

Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Flughafen München steht kurz vor der Eröffnung von Pier 1: Ein Video zeigt den gesamten Bauverlauf.
In München entsteht seit 2019 ein neuer, 95.000 Quadratmeter großer Pier am Terminal 1. Ende April geht der Bau ans Netz. Ein Zeitraffervideo zeigt sieben Jahre Bauarbeiten in 76 Sekunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies