TSA-Kontrollen (Archivbild): Aktuell wird für die Arbeit kein Gehalt ausgezahlt.

Zu wenig PersonalWarteschlagen an Flughäfen in den USA werden länger und länger - und bald starten die Frühlingsferien

Aufgrund des Shutdowns im Ministeriums für Innere Sicherheit bekommt das Sicherheitspersonal an den Flughäfen in den USA kein Gehalt. Die Wartezeiten für Reisende werden länger - und das zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt.

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Als sich Republikaner und Demokraten im vergangenen Herbst in den USA nicht auf ein Budget einigen konnten, folgte ein 43-tägiger Stillstand vieler Regierungsbehörden. Seit Mitte Februar 2026 gibt es nun erneut Stillstand - dieses Mal, weil bisher keine Einigung zum Haushalt des Ministeriums für Innere Sicherheit (Department of Homeland Security) zustande kommt.

Das hat auch gravierende Folgen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Transportation Security Administration TSA. Die Behörde ist für die Sicherheit der Verkehrssysteme der USA zuständig, insbesondere der Flughäfen. Sie gehört zum Ministerium für Innere Sicherheit, für das aufgrund des fehlenden Haushaltes derzeit teilweise eine Haushaltssperre gilt.

Rund 50.000 TSA-Angestellte an Flughäfen derzeit ohne Gehalt

Laut dem Sender CNN bekamen die Mitarbeitenden der TSA am 28. Februar nur einen Teil ihres Gehaltes ausgezahlt. Der nächste reguläre Zahltag ist um den 14. März. Wenn der Shutdown bis dahin nicht endet, fällt da der komplette Gehaltsscheck aus. Gemäß der Nachrichtenagentur Reuters betrifft das rund 50.000 TSA-Angestellte an den Sicherheitskontrollen der Flughäfen. Immer mehr von ihnen erscheinen nicht zur Arbeit.

Die Zahl der Krankmeldungen und von unentschuldigtem Fehlen steigt. Viele Mitarbeitende müssen beispielsweise temporär andere Jobs annehmen, um Rechnungen und Miete bezahlen zu können. So bleiben Kontrollspuren an den Flughäfen unbesetzt.

Warteschlange der Reisenden bis ins Parkhaus hinein

Und das spüren auch die Reisenden. So gab es am William P. Hobby Airport in Houston am Sonntag und Montag (8. und 9. März) Wartezeiten von drei Stunden und mehr. Am Louis Armstrong New Orleans International Airport mussten Fluggäste am Montagmorgen bis zu zwei Stunden warten - CNN beobachtete Warteschlangen bis ins Parkhaus hinein.

Auch an den internationalen Flughäfen in Atlanta und Charlotte sowie am George Bush Intercontinental Airport in Houston kamen es laut dem Sender zu längeren Wartezeiten als üblich. Während sich Republikaner und Demokraten gegenseitig die Schuld geben, fordert der Branchenverband Airlines for America eine schnelle Einigung.

Fluggesellschaften erwarten viel Spring-Break-Verkehr

«Der Kongress und die Regierung müssen dringend handeln, um eine Einigung zu erzielen, die das Heimatschutzministerium wieder öffnet und den Shutdown beendet», so Verbandschef Chris Sununu. Die Mitarbeitenden der TSA seien zu wichtig, als dass sie als politisches Druckmittel missbraucht werden dürften, sagte er.

Fluggesellschaften erwarten eine Rekord-Reisesaison im Frühling. Etwa 171 Millionen Passagierinnen und Passagiere sollen fliegen – das sind 4 Prozent mehr als im gleichen Zweimonatszeitraum des vergangenen Jahres. Sununu sagte, der Reiseverkehr der Frühlingsferien (Spring Break) werde genau dann anziehen, wenn die Mitarbeitenden der TSA am kommenden Freitag ihren ersten vollen Gehaltsscheck zu verpassen drohen.

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