In Spanien heißt es Sistema ABC, in Deutschland Easypass und in Frankreich PARAFE. Gemeint ist jeweils die automatische Grenzkontrolle an Flughäfen. Der Ablauf ist einfach und fast überall gleich. Reisende legen ihren Pass auf das Lesegerät, treten in die Schleuse und blicken in eine Kamera. Das System gleicht die Daten ab. Ist alles in Ordnung, öffnet sich die Tür.
Zugelassen sind grundsätzlich Bürger aus EU, EWR und Schweiz. Weitere Staaten legt jedes Land selbst fest. In Deutschland kommen nach vorheriger Anmeldung die USA, Großbritannien, Südkorea, Taiwan und Hongkong hinzu. Frankreich lässt bei der Einreise Bürger aus 16 weiteren Staaten zu, darunter die USA, Großbritannien und Israel, in der Regel ebenfalls nach vorheriger Anmeldung. Bei der Ausreise stehen die französischen Schleusen dagegen allen Erwachsenen offen.
China nirgends erlaubt
Bei der Einreise fehlt ein Land überall: China. Eigentlich jedenfalls. Denn an einem Pariser Flughafen stand auf einem Schild vor den Einreiseschleusen, dass auch chinesische Staatsbürger PARAFE zur Einreise nutzen dürfen. Dafür fehlte in der chinesischen Übersetzung ein anderes Land: Schweizer Staatsbürger wurden nicht mehr genannt.
Pascal Lottaz veröffentlichte ein Foto des Schildes auf X. Dazu schrieb er, jemand müsse dem Pariser Flughafen sagen, dass China nicht zum Schengen-Raum gehört. Flughafenbetreiber Paris Aéroport antwortete: «Ups … Sieht so aus, als hätten unsere Schilder beschlossen, etwas schneller als geplant eine Weltreise anzutreten.» Der Betreiber bedankte sich für den Hinweis und teilte mit, der Fehler sei an die zuständigen Teams zur Korrektur weitergeleitet worden, schreibt das Portal PYOK.
Fehler war eine falsche Übersetzung
Doch wie kam es zu der falschen Beschilderung? Als wahrscheinlich gilt schlicht ein Übersetzungsfehler. Auf dem Schild war die Schweiz nicht ausgeschrieben, sondern nur mit dem Kürzel CH angegeben. Es steht für den lateinischen Landesnamen Confoederatio Helvetica. Der Übersetzer hielt CH offenbar für China, dessen Länderkürzel eigentlich CN ist. So wurden aus Schweizern in der chinesischen Fassung kurzerhand Chinesen. Ob der Fehler mittlerweile behoben wurde, ist nicht bekannt.
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