Das fehlerhafte Schild an einem Pariser Flughafen: Schuld war ein Übersetzungsfehler.

ÜbersetzungsfehlerFlughafen Paris Charles de Gaulle macht aus Schweizern Chinesen

Frankreich, Deutschland und Spanien lassen unterschiedliche Staaten an ihre automatischen Grenzkontrollen. China ist bei der Einreise nirgends dabei. Trotzdem lud ein Schild an einem Pariser Flughafen chinesische Reisende ausdrücklich zu den Schleusen ein.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

In Spanien heißt es Sistema ABC, in Deutschland Easypass und in Frankreich PARAFE. Gemeint ist jeweils die automatische Grenzkontrolle an Flughäfen. Der Ablauf ist einfach und fast überall gleich. Reisende legen ihren Pass auf das Lesegerät, treten in die Schleuse und blicken in eine Kamera. Das System gleicht die Daten ab. Ist alles in Ordnung, öffnet sich die Tür.

Zugelassen sind grundsätzlich Bürger aus EU, EWR und Schweiz. Weitere Staaten legt jedes Land selbst fest. In Deutschland kommen nach vorheriger Anmeldung die USA, Großbritannien, Südkorea, Taiwan und Hongkong hinzu. Frankreich lässt bei der Einreise Bürger aus 16 weiteren Staaten zu, darunter die USA, Großbritannien und Israel, in der Regel ebenfalls nach vorheriger Anmeldung. Bei der Ausreise stehen die französischen Schleusen dagegen allen Erwachsenen offen.

China nirgends erlaubt

Bei der Einreise fehlt ein Land überall: China. Eigentlich jedenfalls. Denn an einem Pariser Flughafen stand auf einem Schild vor den Einreiseschleusen, dass auch chinesische Staatsbürger PARAFE zur Einreise nutzen dürfen. Dafür fehlte in der chinesischen Übersetzung ein anderes Land: Schweizer Staatsbürger wurden nicht mehr genannt.

Pascal Lottaz veröffentlichte ein Foto des Schildes auf X. Dazu schrieb er, jemand müsse dem Pariser Flughafen sagen, dass China nicht zum Schengen-Raum gehört. Flughafenbetreiber Paris Aéroport antwortete: «Ups … Sieht so aus, als hätten unsere Schilder beschlossen, etwas schneller als geplant eine Weltreise anzutreten.» Der Betreiber bedankte sich für den Hinweis und teilte mit, der Fehler sei an die zuständigen Teams zur Korrektur weitergeleitet worden, schreibt das Portal PYOK.

Fehler war eine falsche Übersetzung

Doch wie kam es zu der falschen Beschilderung? Als wahrscheinlich gilt schlicht ein Übersetzungsfehler. Auf dem Schild war die Schweiz nicht ausgeschrieben, sondern nur mit dem Kürzel CH angegeben. Es steht für den lateinischen Landesnamen Confoederatio Helvetica. Der Übersetzer hielt CH offenbar für China, dessen Länderkürzel eigentlich CN ist. So wurden aus Schweizern in der chinesischen Fassung kurzerhand Chinesen. Ob der Fehler mittlerweile behoben wurde, ist nicht bekannt.

Die Luftfahrt steht nie still – wir auch nicht. Unser Redaktionsteam ist immer am Puls des Geschehens. Für den Preis eines Kaffees im Monat lesen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei und sichern unabhängige Berichterstattung. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Airbus A321 Neo von La Compagnie: Große Pläne.

La Compagnie baut Airbus A321 Neo in LR um - und plant neue Strecken

Ein Airbus A320 von Air France am Flughafen Orly: Ab 2026 will die Fluggesellschaft alle Flüge auf Charles de Gaulles konzentrieren.

Air France verlässt Paris-Orly - mit einer Ausnahme

Airbus A350 von Air Caraïbes und Szene von der Prügelei: Haftstrafen drohen.

Wilde Prügelei an Bord eines Airbus A350

Der zutrauliche Fuchs von Orly

Der zutrauliche Fuchs von Orly

Video

airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg