Flughafen Bozen: Ungewisse Zukunft.

VolksbefragungSüdtiroler lassen Flughafen Bozen fallen

Das Land Südtirol baut den Flughafen Bozen nicht aus und finanziert ihn auch nicht weiter. Das hat das Volk in einer Befragung entschieden. Nun gibt die Regierung die Lizenz zurück.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

So sieht ein deutliches Resultat aus: 70,6 Prozent der Südtiroler Bevölkerung haben sich am Sonntag (12. Juni) gegen einen Vorschlag ihrer Regierung ausgesprochen. Es ist eine bittere Niederlage für Landeshauptmann Arno Kompatscher und seine Kollegen, die sich die Unterstützung des Volkes zu weiteren Hilfen für den Flughafen Bozen sichern wollten. Rund 47 Prozent der Südtiroler haben sich an der Abstimmung beteiligt.

Die Regierung legte den rund 400.000 Stimmbürgern ein Paket vor, das unter anderem einen Ausbau der Piste um 168 Meter auf 1462 Meter vorsah. Mit der Maßnahme hätte das Anflugverfahren am den Aeroporto di Bolzano, wie der Flughafen auf Italienisch heißt, vereinfacht werden können. Davon versprachen sich die Politiker und der Flughafen die Ankunft neuer Fluggesellschaften und einen deutlichen Aufschwung.

170.000 Passagiere pro Jahr geplant

Ab 2022 hätten so mindestens 170.000 Passagiere den Flughafen Bozen nutzen sollen. Die Kosten für das Land sollten dank des Zuwachses auf jährlich höchstens 1,5 Millionen Euro sinken. Derzeit unterstützt es den Flughafen jährlich noch mit rund 3 Millionen.

Der Flughafen Bozen ist für das Land Südtirol ein Millionengrab. Seit 1999 investierte man 120 Millionen Euro - ohne nachhaltige Resultate zu erreichen. Tyrolean, Air Alps, Darwin – alle verließen Bozen trotz Subventionen nach kurzer Zeit wieder. Seit 2015 gibt es keine Linienflüge mehr. Dennoch hielt die Politik am Betrieb des Flughafens fest. «Südtirol investiert seit Jahren stark in die öffentliche Mobilität, auch um seinen Gästen ein möglichst umfassendes Erleben unseres Landes zu ermöglichen, ohne auf ein Auto angewiesen zu sein», so die Begründung.

Betreibergesellschaft wird liquidiert

Doch die Bevölkerung sieht es anders. Sie hat offensichtlich genug von den Subventionen für den Flughafen. Das Nein bedeutet, dass das Land die Betreiberfirma ABD Airport nun liquidiert. Danach gibt sie die Betriebslizenz an die italienischen Behörden zurück. Diese kann sie dann international ausschreiben.

Mehr zum Thema

ticker etna sky

Etna Sky: Neue sizilianische Fluggesellschaft plant mit bis zu 15 Airbus A321 und A330

Absperrband am Flughafen Bari: In Apulien soll eine neue Airline an den start gehen.

Apulien soll eine eigene Regionalairline bekommen

ticker-flughafen

Flughafen Ancona holt neuen Chef aus Doha

ticker-italien

Generalstreik in Italien legt auch Luftverkehr lahm

Video

wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a321 lr etihad airways dus
Der Krieg im Nahen Osten sorgt für massive Einschränkungen im Luftverkehr. Auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich sitzen daher Flugzeuge von Golfairlines fest. Welche Jets von Emirates, Qatar Airways und Co. an welchen Flughäfen stehen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Alarm für Einwohnerinnen und Einwohner: Flughafen Dubai International.
Nach iranischen Angriffen haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum teilweise geschlossen und den Flugverkehr gestoppt. Auch der Flughafen Dubai, an dem rund 20.00 Reisende festsitzen, wurde getroffen. Am Airport Abu Dhabi kam sogar ein Mensch ums Leben.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Timo Nowack
Timo Nowack