Aerosvit-Flieger: Stress mit Moskau-Scheremetjewo

Moskau lässt Aerosvit sitzen

Die ukrainische Airline bezahlte offenbar über lange Zeit ihre Schulden nicht. Deshalb verweigert ihr der Moskauer Flughafen Scheremetjewo nun den Dienst.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Seit Dienstag (11. Dezember) sitzt Aerosvit in Moskau Scheremetjewo auf dem Trockenen. Wie die Nachrichtenagentur Itar Tass berichtet, verweigert der Flughafen der Airline aus der Ukraine den Dienst. «Seit 00:00 Uhr werden von uns keine Starts und Landungen von Aerosvit mehr abgewickelt», so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Wie ein Sprecher gegenüber Itar Tass bestätigte, werde man den gestrandeten Passagieren aber dabei helfen, trotzdem ans Ziel zu kommen. Allerdings nur am ersten Tag nach dem Inkrafttreten des Boykotts. Passagiere haben die Möglichkeit, ihre Tickets gegen Aeroflot-Tickets umzutauschen. Wer das nicht am ersten Tag schafft, der muss allerdings alleine sehen, wie er weiter kommt.

Verantwortlich für sämtliche Konsequenzen, die Passagiere und andere treffen, sei allein Aerosvit, erklärte die Betreibergesellschaft von Scheremetjewo. «Die Fluggesellschaft betrog Passagiere, Öffentlichkeit und Geschäftspartner, indem sie in den Massenmedien kommunizierte, ihre finanzielle Situation sei stabil.» Aerosvit kündigte bereits an, die Schulden begleichen zu wollen.

Immer größerer Schuldenberg

In Wahrheit aber würden sich die Schulden immer weiter steigern. Die Fluggesellschaft zahle offene Rechnungen nicht, die Restrukturierung sei alles andere als auf Kurs. Mehr als vier Millionen Euro an Ausständen habe Aerosvit allein bei Scheremetjewo angehäuft. Aerosvit bot bisher sechs Flüge nach Moskau pro Tag an. Vier davon betrafen die Strecke von Kiew nach Scheremetjewo, zwei die von Dnepropetrowsk nach Scheremetjewo. Laut der Zeitung Moscow Times ist das Aus am Moskauer Großflughafen nur der Anfang.

Wegen nicht bezahlter Schulden an die Behörden erhielt Aerosvit in ganz Russland am Montag ein Flugverbot. Doch diese seien nun beglichen, berichtet die ukrainische Zeitung Kyiv Post. Flüge seien wieder erlaubt. Scheremetjewo jedoch verweigere den Service weiterhin. Am heutigen Abend wolle man die Schulden begleichen, hieß es von Aerosvit. Und dann so schnell wie möglich den Flugbetrieb wieder aufnehmen. Eine Bestätigung gab es noch nicht.

Mehr zum Thema

Techniker von Aeroflot: Das Wartungsunternehmen Aeroflot Technics ist Opfer eines massiven Cyberangriffs geworden.

Schwerer Hackerangriff legt Aeroflot Technics lahm - an einem ganz besonderen Datum

Flugzeuge in der Wartungshalle von Ural Airlines: Die Airline will die Lebenszyklen ihrer Flotte deutlich verlängern.

Ural Airlines will ihre A320 über 20.000 Stunden länger fliegen lassen als von Airbus vorgesehen

Bombardier Global 6000 von Swiss Private Jet: Landete plötzlich in Russland.

Schweizer Bombardier Global 6000 fliegt nach Umweg über Oman mit russischem Kennzeichen

ilyushin il 114 300

So sollen russische Flugzeuge künftig in Indien gebaut werden

Video

Alarm für Einwohnerinnen und Einwohner: Flughafen Dubai International.
Nach iranischen Angriffen haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum teilweise geschlossen und den Flugverkehr gestoppt. Auch der Flughafen Dubai, an dem rund 20.00 Reisende festsitzen, wurde getroffen. Am Airport Abu Dhabi kam sogar ein Mensch ums Leben.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Timo Nowack
Timo Nowack
bolivien el elto c 130
Eine Lockheed C-130 Hercules der bolivianischen Luftwaffe ist am Flughafen El Alto verunglückt. Das Flugzeug, das für die Zentralbank des Landes unterwegs war, kam erst außerhalb des Flughafengeländes zum Liegen. Etliche Menschen kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin