Aerosvit-Flieger: Stress mit Moskau-Scheremetjewo

Moskau lässt Aerosvit sitzen

Die ukrainische Airline bezahlte offenbar über lange Zeit ihre Schulden nicht. Deshalb verweigert ihr der Moskauer Flughafen Scheremetjewo nun den Dienst.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Seit Dienstag (11. Dezember) sitzt Aerosvit in Moskau Scheremetjewo auf dem Trockenen. Wie die Nachrichtenagentur Itar Tass berichtet, verweigert der Flughafen der Airline aus der Ukraine den Dienst. «Seit 00:00 Uhr werden von uns keine Starts und Landungen von Aerosvit mehr abgewickelt», so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Wie ein Sprecher gegenüber Itar Tass bestätigte, werde man den gestrandeten Passagieren aber dabei helfen, trotzdem ans Ziel zu kommen. Allerdings nur am ersten Tag nach dem Inkrafttreten des Boykotts. Passagiere haben die Möglichkeit, ihre Tickets gegen Aeroflot-Tickets umzutauschen. Wer das nicht am ersten Tag schafft, der muss allerdings alleine sehen, wie er weiter kommt.

Verantwortlich für sämtliche Konsequenzen, die Passagiere und andere treffen, sei allein Aerosvit, erklärte die Betreibergesellschaft von Scheremetjewo. «Die Fluggesellschaft betrog Passagiere, Öffentlichkeit und Geschäftspartner, indem sie in den Massenmedien kommunizierte, ihre finanzielle Situation sei stabil.» Aerosvit kündigte bereits an, die Schulden begleichen zu wollen.

Immer größerer Schuldenberg

In Wahrheit aber würden sich die Schulden immer weiter steigern. Die Fluggesellschaft zahle offene Rechnungen nicht, die Restrukturierung sei alles andere als auf Kurs. Mehr als vier Millionen Euro an Ausständen habe Aerosvit allein bei Scheremetjewo angehäuft. Aerosvit bot bisher sechs Flüge nach Moskau pro Tag an. Vier davon betrafen die Strecke von Kiew nach Scheremetjewo, zwei die von Dnepropetrowsk nach Scheremetjewo. Laut der Zeitung Moscow Times ist das Aus am Moskauer Großflughafen nur der Anfang.

Wegen nicht bezahlter Schulden an die Behörden erhielt Aerosvit in ganz Russland am Montag ein Flugverbot. Doch diese seien nun beglichen, berichtet die ukrainische Zeitung Kyiv Post. Flüge seien wieder erlaubt. Scheremetjewo jedoch verweigere den Service weiterhin. Am heutigen Abend wolle man die Schulden begleichen, hieß es von Aerosvit. Und dann so schnell wie möglich den Flugbetrieb wieder aufnehmen. Eine Bestätigung gab es noch nicht.

Mehr zum Thema

ticker-russland

Russland will Zugang von Airlines zu internationalen Strecken verschärfen

ticker-russland

Russland untersagt Pilotinnen und Piloten Aufnahmen aus dem Cockpit

ticker-izhavia-1

Lizenz von Izhavia entzogen: Bericht über herausgerissene Seiten aus Notfallhandbuch

ticker-izhavia-1

Russland: Nach Aus von Izhavia übernehmen acht Airlines die Fluggäste

Video

airbus a380 flightlab 2 jayn
Airbus hat einen A380 aus Abu Dhabi zurück nach Europa geholt und ihm in Irland eine neue Lackierung verpasst. Bevor er für Triebwerkstests umgerüstet wird, absolvierte der Riesenflieger nun einen tiefen Überflug über den Flughafen Toulouse-Blagnac.
Timo Nowack
Timo Nowack
Designentwurf der Hydra: Der Entwurf von Studierenden der TU Berlin hat die DLR Design Challenge gewonnen.
Schlägt man ihr einen Kopf ab, wachsen zwei nach. Zumindest bei der Hydra aus der Sage. Beim gleichnamigen Flugzeugkonzept der TU Berlin lässt sich der Antriebsstrang einfach austauschen. Damit haben die Studierenden nun einen renommierten Wettbewerb gewonnen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Terminal des Port Polska: Platz für vorerst 44 Millionen passagiere.
Von Kommunisten erdacht, viel später von einer nationalkonservativen Regierung wiederbelebt und schließlich von einer liberalen Regierung bestätigt: Port Polska hat viele politische Wendungen überlebt. Polens neuer Zentralflughafen nimmt nun konkrete Formen an. Ende 2032 soll er eröffnet werden - mit Platz für jährlich 44 Millionen Fluggäste, 24-Stunden-Betrieb und Lot Polish Airlines als wichtigster Nutzerin.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin