Modern-luftige Einrichtung: Das neue Pier von Terminal 1

Neuer Pier von Terminal 1Jetzt hat der Flughafen München seinen modernsten Flugsteig

Nach sieben Jahren Bauzeit hat der bayerische Flughafen den neuen Pier am Terminal 1 in Betrieb genommen. Der Anbau bringt München zusätzliche Kapazitäten für sechs Millionen Reisende. Die ersten Flugzeuge werden bald abgefertigt.

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Der Montag (13. April) begann für Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in Berlin. Dort stellte er gemeinsam mit der deutschen Bundesregierung Entlastungspläne für Bürgerinnen und Bürger vor. Um 13:30 Uhr wurde er bereits wieder in seiner Heimat Bayern erwartet. Denn am Flughafen München fand die feierliche Inbetriebnahme des neuen Piers am Terminal 1 statt.

Neben Söder und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder waren rund 1000 geladene Gäste aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Luftfahrt vor Ort. Der bayerische Ministerpräsident Söder bezeichnete die Eröffnung des neuen Flugsteigs am Terminal 1 als «einen weiteren Meilenstein für Bayern als Luftfahrtstandort». Von der Entwicklung des Flughafens profitiere der gesamte Freistaat.

Bayern verspricht bessere Anbindung

Flughafenchef Jost Lammers unterstrich die Bedeutung des erweiterten Terminals 1 für die Zukunft des Airports: «Der neue Pier steht für die Weiterentwicklung unseres Flughafens: mehr Kapazitäten, mehr Komfort und bessere internationale Anbindungen. Als modernes Tor zur Welt festigt er unsere Position als eines der führenden europäischen Luftverkehrsdrehkreuze».

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder dankte allen Prozessbeteiligten und kündigte bei der Eröffnungsfeier an, die Anbindung des Flughafens an den Münchner Hauptbahnhof durch zusätzliche S-Bahnen und Regionalzüge deutlich zu verbessern. Zudem wird auf Bundesebene das gemeinsam mit dem Bundesland Bayern entwickelte Konzept für eine Fernverkehrsanbindung geprüft. Schnieder sagte, man werde die Pläne für die Fernverkehrsanbindung eingehend prüfen.

Platz für zwölf Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge

Ab dem 21. April können die ersten Reisenden den neuen Pier am Flughafen nutzen. Er ist speziell für Flüge in Nicht-Schengen-Länder geplant und bietet 13 Fluggastbrücken und Platz für bis zu zwölf Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge oder alternativ sechs Langstreckenflugzeuge. Der Pier hat eine Grundfläche von 95.000 Quadratmetern, verteilt auf sechs Ebenen, wovon drei für Passagiere zur Verfügung stehen. Die Kapazität liegt bei bis zu sechs Millionen Reisenden pro Jahr.

Das neue Gebäude hat eine zentralisierte Sicherheitskontrolle mit CT-Technik, Wartezonen und kommerziellen Flächen für Einzelhandel und Gastronomie. Über 1500 Testpersonen haben dabei alle Abläufe überprüft - Infrastruktur und Prozesse funktionierten reibungslos.

Kosten liegen bei 665 Millionen Euro

Nur wenige Monate nach Markus Söders Amtsantritt als Ministerpräsident hatte der Aufsichtsrat grünes Licht für das Ausbauvorhaben gegeben. Anfang 2019 begannen der Rückbau des alten Vorfelds sowie die Tiefbauarbeiten. 2020 starteten die Arbeiten am Rohbau, drei Jahre später folgte der Innenausbau. Der Bau ist laut Flughafen im Zeit- und Kostenrahmen geblieben. Die Investitionskosten von rund 665 Millionen Euro wurden vom Flughafen aus eigener Kraft finanziert.

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