Waterside: Der British-Airways-Haupsitz würde der Erweiterung von London Heathrow zum Opfer fallen.

Erweiterung von HeathrowIAG-Chef erfuhr zufällig von Abriss des Hauptsitzes

British Airways ist die größte Airline in London Heathrow. Sollte der Flughafen erweitert werden, fällt aber ausgerechnet ihr Hauptsitz der neuen Piste zum Opfer.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Willie Walsh ist ohnehin nicht der größte Fan der Erweiterung von London Heathrow. Er fürchtet höhere Kosten für Fluggesellschaften, die sie durch höhere Ticketpreise wieder einspielen müssen. Unter keinen Umständen werde British Airways nach einer Erweiterung neue Inlandstrecken ab Heathrow anbieten, erklärt der Chef der British-Airways-Mutter IAG laut der Zeitung The Guardian zudem jetzt bei einer Konferenz. Auch nicht, wenn der Flughafenchef vor ihm «niederknie und bettelt.» Eine erhöhte Anzahl von Inlandsflügen war von der Regierung als Voraussetzung genannt worden, damit der Bau einer dritten Piste durchgewinkt wird.

Die dritte Piste dürfte Walsh noch aus einem anderen Grund ein Dorn im Auge sein: Ihr Bau hätte zur Folge, dass der Konzernsitz von British Airways und IAG abgerissen werden muss. Doch darüber, so Walsh, habe man sein Unternehmen nicht informiert. «Das erste Mal, dass ich davon erfahren habe, war, als der Bericht der Flughafenkommission zur Erweiterung herauskam und ich auf die Karte schaute und dachte, das ist aber ziemlich nah an Waterside. Dann habe ich gesehen: Es geht genau durch Waterside hindurch.» Waterside heißt das Gebäude in der Kommune Harmondsworth, in dem British Airways und IAG ansässig sind.

Zahlen für den Abriss des eigenen Hauptsitzes

Was Walsh aber richtig wütend macht: «Es kann nicht sein, dass wir am Ende für die Zerstörung unseres eigenen Hauptsitzes zahlen!» Zwar werden die Besitzer der Grundstücke und Häuser, die vom Pistenbau betroffen sind, entschädigt. Sie erhalten sogar 25 Prozent mehr als den Marktpreis. Aber Airlines müssen die Kosten der Erweiterung teilweise mittragen. Und British Airways ist die größte Kundin von Heathrow.

Walsh sieht das alles als weiteren Beweis dafür, dass Heathrow dabei versagt, richtig mit den Fluglinien zu kommunizieren. «Ich glaube nicht, dass sie die Fähigkeiten dazu haben», so der Manager. «Sie mussten nie in die Welt hinrausgehen und Airlines überzeugen, Heathrow zu nutzen. Sie sitzen einfach da, fett, dumm und zufrieden, und warten, dass die Leute kommen und Schlange stehen.»

Heathrow verteidigt sich

London Heathrow weist die Kritik des IAG-Chefs von sich. «British Airways war von Anfang an in den Prozess der Planung mit eingebunden», heißt es vom Flughafen gegenüber dem Guardian. «Dazu gehörte auch die Verlagerung von Waterside und das bereits vor dem Bericht der Flughafenkommission.» Man setze alles daran, das Projekt so günstig wie möglich zu halten und in der Folge auch die Kosten für Airlines so gering wie möglich zu halten.

Mehr zum Thema

Passagierin in London-Heathrow: Neuer Aktionär im Anflug.

Mehrheit des Flughafens London-Heathrow gehört jetzt arabischen und asiatischen Staaten

Einsteigen in den A380: Bei British Airways wieder ganz normal.

Bald fliegen bei British Airways wieder alle Airbus A380

Qatar Airways erwägt eigenes Abfertigungsunternehmen in London Heathrow

Qatar Airways erwägt eigenes Abfertigungsunternehmen in London Heathrow

Flughafen Amsterdam-Schiphol: gerade ziemlich viele Probleme.

«Schiphol hat es schon oft nicht geschafft, eine normale Arbeit abzuliefern»

Video

boeing 777 300 er jetairwass vt jeq
Mehr als sieben Jahre stand eine Boeing 777-300 ER der einstigen indischen Fluglinie am Flughafen Mumbai. Jetzt hat der Langstreckenjet von Jet Airways Indien verlassen - immer noch in der alten Lackierung.
Timo Nowack
Timo Nowack
De Havilland Canada Dash 8-400 von Air Uniqon: Die Flüge werden von Avanti Air durchgeführt.
Die Erwartungen waren groß, die Nachfrage offenbar zu klein. Air Uniqon hat ihre Verbindung zwischen Friedrichshafen und Düsseldorf nach gut einem halben Jahr eingestellt. Für die virtuelle deutsche Airline wird nun der Winter zur entscheidenden Bewährungsprobe.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.
Vor dem Einsatz muss ein neues Flugzeug zahlreiche Erprobungen bestehen. Airbus hat nun die Bodenvibrationstests des A350 F abgeschlossen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Schwingungsverhalten des Frachters und bilden die Grundlage für die Flugerprobung.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin