Waterside: Der British-Airways-Haupsitz würde der Erweiterung von London Heathrow zum Opfer fallen.

Erweiterung von HeathrowIAG-Chef erfuhr zufällig von Abriss des Hauptsitzes

British Airways ist die größte Airline in London Heathrow. Sollte der Flughafen erweitert werden, fällt aber ausgerechnet ihr Hauptsitz der neuen Piste zum Opfer.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Willie Walsh ist ohnehin nicht der größte Fan der Erweiterung von London Heathrow. Er fürchtet höhere Kosten für Fluggesellschaften, die sie durch höhere Ticketpreise wieder einspielen müssen. Unter keinen Umständen werde British Airways nach einer Erweiterung neue Inlandstrecken ab Heathrow anbieten, erklärt der Chef der British-Airways-Mutter IAG laut der Zeitung The Guardian zudem jetzt bei einer Konferenz. Auch nicht, wenn der Flughafenchef vor ihm «niederknie und bettelt.» Eine erhöhte Anzahl von Inlandsflügen war von der Regierung als Voraussetzung genannt worden, damit der Bau einer dritten Piste durchgewinkt wird.

Die dritte Piste dürfte Walsh noch aus einem anderen Grund ein Dorn im Auge sein: Ihr Bau hätte zur Folge, dass der Konzernsitz von British Airways und IAG abgerissen werden muss. Doch darüber, so Walsh, habe man sein Unternehmen nicht informiert. «Das erste Mal, dass ich davon erfahren habe, war, als der Bericht der Flughafenkommission zur Erweiterung herauskam und ich auf die Karte schaute und dachte, das ist aber ziemlich nah an Waterside. Dann habe ich gesehen: Es geht genau durch Waterside hindurch.» Waterside heißt das Gebäude in der Kommune Harmondsworth, in dem British Airways und IAG ansässig sind.

Zahlen für den Abriss des eigenen Hauptsitzes

Was Walsh aber richtig wütend macht: «Es kann nicht sein, dass wir am Ende für die Zerstörung unseres eigenen Hauptsitzes zahlen!» Zwar werden die Besitzer der Grundstücke und Häuser, die vom Pistenbau betroffen sind, entschädigt. Sie erhalten sogar 25 Prozent mehr als den Marktpreis. Aber Airlines müssen die Kosten der Erweiterung teilweise mittragen. Und British Airways ist die größte Kundin von Heathrow.

Walsh sieht das alles als weiteren Beweis dafür, dass Heathrow dabei versagt, richtig mit den Fluglinien zu kommunizieren. «Ich glaube nicht, dass sie die Fähigkeiten dazu haben», so der Manager. «Sie mussten nie in die Welt hinrausgehen und Airlines überzeugen, Heathrow zu nutzen. Sie sitzen einfach da, fett, dumm und zufrieden, und warten, dass die Leute kommen und Schlange stehen.»

Heathrow verteidigt sich

London Heathrow weist die Kritik des IAG-Chefs von sich. «British Airways war von Anfang an in den Prozess der Planung mit eingebunden», heißt es vom Flughafen gegenüber dem Guardian. «Dazu gehörte auch die Verlagerung von Waterside und das bereits vor dem Bericht der Flughafenkommission.» Man setze alles daran, das Projekt so günstig wie möglich zu halten und in der Folge auch die Kosten für Airlines so gering wie möglich zu halten.

Mehr zum Thema

Passagierin in London-Heathrow: Neuer Aktionär im Anflug.

Mehrheit des Flughafens London-Heathrow gehört jetzt arabischen und asiatischen Staaten

Einsteigen in den A380: Bei British Airways wieder ganz normal.

Bald fliegen bei British Airways wieder alle Airbus A380

Qatar Airways erwägt eigenes Abfertigungsunternehmen in London Heathrow

Qatar Airways erwägt eigenes Abfertigungsunternehmen in London Heathrow

Flughafen Amsterdam-Schiphol: gerade ziemlich viele Probleme.

«Schiphol hat es schon oft nicht geschafft, eine normale Arbeit abzuliefern»

Video

condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack
erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies