Flughafen Gatwick: Der Airport wünscht sich weiterhin eine zweite Piste.

Zweite PisteGatwick will auf eigene Faust ausbauen

Trotz Nein der Regierung möchte der Flughafen Gatwick eine zweite Piste bauen. Nur dann könne er das Wachstum von Norwegian und Co. bei Langstreckenrouten bewältigen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Es war ein jahrelanges Wettrennen. Und nicht immer wurde fair gespielt. Doch am Ende war das Resultat klar: Eine Regierungskommission empfahl vor zwei Jahren eindeutig, dass die Kapazitätsprobleme am Himmel über London am besten mit dem Bau einer dritten Piste in Heathrow gelöst werden können. Der Empfehlung der Kommission folgte im Oktober 2016 auch die Landesregierung.

Dennoch will der unterlegene Flughafen Gatwick nicht aufgeben. Die Ausgangslage habe sich seit dem Entscheid der Airports Commission unter dem Finanzprofessor Howard Davies grundlegend geändert, argumentierte Geschäftsführer Stewart Wingate dieser Tage vor den Medien. Die Prognose der Experten habe bei 48 Langstreckenverbindungen ab Gatwick im Jahr 2050 gelegen. Damit lagen sie ziemlich daneben.

Norwegian hilft Gatwick

Inzwischen kommt der Flughafen im Süden Londons bereits auf mehr als 60 Langstreckenverbindungen. Dies vor allem, weil Billiganbieter wie Norwegian laufend neue Routen ab Gatwick aufnehmen. Alleine im letzten Geschäftsjahr stieg das Angebot um 14 Prozent.

Deshalb will Wingate die zweite Piste weiterhin bauen. Und dies ob er die Unterstützung der Regierung hat oder nicht. Norwegian sei bereit bis zu 50 Dreamliner in Gatwick zu stationieren, erklärte er – aber nur falls der Flughafen eine zweite Piste habe. Das Land dafür ist ebenfalls bereits mehrheitlich gesichert.

Billiger als Heathrow

Zudem gibt es ein gewichtiges Argument dafür: Die Piste würde nur rund 7,8 Milliarden Pfund kosten. Diese Mittel will Wingate sich bei privaten Investoren beschaffen. Die dritte Piste in Heathrow dagegen kostet rund 17 Milliarden. Das kritisiert etwa Hauptkunde IAG als viel zu teuer.

Mehr zum Thema

Eine neue Nordwest-Piste (links) wäre für jedes Flugzeug ansteuerbar und 3200 Meter lang.

Die wichtigsten Fragen zum Ausbau in Heathrow

Blick aus einem Airbus A321 von Condor: Bald auch in London möglich.

Condor baut eigenes Zubringernetz weiter aus

Flughafen Gatwick mit beiden Pisten: Die nördliche Piste wird bis 2030 verschoben.

Grünes Licht für zweite Piste in London-Gatwick

Boeing 787-8 von Tui: Ein Dreamliner musste am 29.Juni unplanmäßig in Stansted landen.

Boeing 787 von Tui Airways macht Hüpfer von London nach London

Video

Das Heck ragt in den Himmel.
Eine Boeing 787 fiel am Gate in Frankfurt auf die Nase. Am Vortag soll es eine Fehlermeldung und einen Technikauftrag für den Dreamliner on Lufthansa gegeben haben.
Timo Nowack
Timo Nowack
guayaquil airbus a350 iberia
Es sollte ein freudiger Moment werden, aber endete mit einem Flugzeug, das nicht mehr abheben konnte. Am Flughafen Guayaquil in Ecuador ist ein Airbus A350 von Iberia beim Wassersalut mit einem Feuerwehrfahrzeug kollidiert.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-ABPQ liegt auf der Nase: Die Boeing 787-9 sollte nach Los Angeles fliegen.
Zwischenfall am Flughafen Frankfurt: Das Bugfahrwerk einer Boeing 787 von Lufthansa knickte am Gate ein. Der Dreamliner wurde dabei erheblich beschädigt. Es gab auch mehrere Verletzte unter Crew und Bodenmitarbeitenden.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin