Flughafen Gatwick mit beiden Pisten: Die nördliche Piste wird bis 2030 verschoben.

Fertigstellung spätestens 2030Grünes Licht für zweite Piste in London-Gatwick

Er ist der zweitgrößte britische Flughafen, besitzt aber nur eine Piste. Bis spätestens 2030 ändert sich das. Von der zweiten Start- und Landebahn verspricht sich London-Gatwick einen Wachstumsschub. Nach dem Okay der Regierung muss der Airport nur noch eine Hürde nehmen.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Der London-Gatwick Airport hat ein besonderes Alleinstellungsmerkmal: Er ist der verkehrsreichste Flughafen Europas mit nur einer Start- und Landebahn. Im vergangenen Jahr nutzten 43,2 Millionen Passagiere den Flughafen - so viele wie nie zuvor. Gleichzeitig bedienten ihn 57 Fluggesellschaften, ebenfalls ein Rekord.

Zwar verfügt Gatwick über zwei Start- und Landebahnen, doch faktisch wird der Flughafen als Einbahnsystem betrieben: Die nördliche Piste (08L/26R) kommt nur zum Einsatz, wenn die Hauptbahn (08R/26L) – etwa wegen Wartung oder Störungen – gesperrt ist. Offiziell gilt sie als Rollweg. Eine gleichzeitige Nutzung beider Bahnen ist nicht möglich. Der Grund: Beide Pisten sind zu nah.

Gatwick will eine Piste nur für Starts

Die Betreibergesellschaft plant, die nördliche Startbahn um zwölf Meter nach Norden zu verschieben – eine Maßnahme, die künftig den Betrieb beider Pisten ermöglichen würde. Nun hat die britische Verkehrsministerin Heidi Alexander grünes Licht für das 2,2 Milliarden Pfund (rund 2,5 Milliarden Euro) teure Vorhaben gegeben.

Die nördliche Piste wird künftig ausschließlich für Abflüge von Schmalrumpfflugzeugen wie der Boeing 737 oder der Airbus-A320-Familie genutzt. Dadurch können bis zu 100.000 zusätzliche Flüge pro Jahr abgefertigt werden – das Passagieraufkommen könnte sich damit auf bis zu 80 Millionen pro Jahr erhöhen.

Spätestens 2030 fertig

Großbritannien hatte dem Ausbau des Flughafens London-Gatwick bereits im Februar vorläufig zugestimmt. «Nach einem langwierigen und gründlichen Planungsprozess begrüßen wir die Regierungserlaubnis, unsere Nordpiste früher als geplant in den Routinebetrieb zu übernehmen», erklärte Steven Wingate, Chef von Vinci Airports, in einer Stellungnahme.

Nördliche Runway wird 12 Meter verschoben und soll nur für Starts genutzt werden.

Nach aktuellen Plänen soll das Projekt spätestens 2030 abgeschlossen sein. Verkehrsministerin Heidi Alexander äußerte jedoch die Hoffnung, dass die Arbeiten bereits vor der nächsten Parlamentswahl 2029 fertig werden könnten. Finanziert wird das Projekt ohne staatliche Mittel.

Gegner haben sechs Wochen Zeit

Gegner des Projekts haben bereits Widerstand angekündigt. Sie haben nun sechs Wochen Zeit, beim High Court Einspruch einzulegen. Das Gericht wird dann prüfen, ob die formellen und inhaltlichen Voraussetzungen für eine gerichtliche Überprüfung erfüllt sind.

Mehr zum Thema

Blick aus einem Airbus A321 von Condor: Bald auch in London möglich.

Condor baut eigenes Zubringernetz weiter aus

Boeing 787-8 von Tui: Ein Dreamliner musste am 29.Juni unplanmäßig in Stansted landen.

Boeing 787 von Tui Airways macht Hüpfer von London nach London

ticker-london-gatwick-lgw

Wechsel beim Flughafen London- Gatwick: Pierre-Hugues Schmit übernimmt Chefposten

Vorfeld des Freetown International Airport: Bald soll es mehr Verbindungen nach Europa geben.

Neue britische Fluglinie will Europa mit Sierra Leone verbinden

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies