Eine neue Nordwest-Piste (links) wäre für jedes Flugzeug ansteuerbar und 3200 Meter lang.

Niederlage für GatwickDie wichtigsten Fragen zum Ausbau in Heathrow

Der Entscheid ist gefallen. Die britische Regierung spricht sich für den Bau einer dritten Piste in London Heathrow aus. Was passiert jetzt? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Wer hat jetzt eigentlich was entschieden?

Die britische Regierung hat entschieden, dass der Bau einer dritten Piste in London Heathrow ihre bevorzugte Option für einen Ausbau der knappen Kapazität an Londons Flughäfen ist.

Das heißt, London Heathrow wird definitiv ausgebaut?

Sehr wahrscheinlich. Endgültig ist der Entscheid aber noch nicht. Erst muss noch das britische Parlament über die Sache abstimmen. Und das, so kündigte die Regierung kürzlich an, wird frühestens im Sommer 2017, vielleicht sogar erst 2018 geschehen.

Welche anderen Optionen gibt es?

Die einzige Option, die noch ernsthaft in Erwägung gezogen wurde, war der Bau einer zweiten Piste in London Gatwick. Der kleinere Flughafen betrieb aktives Lobbying für seine Lösung und war sich auch nicht zu schade, dabei immer wieder gegen Heathrow zu schießen. Schon vor dem Regierungsentscheid für Heathrow hatte Gatwick angekündigt, so oder so weiter für einen Ausbau zu kämpfen.

Was sagen die Airlines zur Erweiterung?

Die Fluggesellschaften in Großbritannien sind unterschiedlicher Meinung. Easyjet-Chefin Carolyn McCall etwa hat erklärt, eine dritte Piste für Heathrow zu unterstützen – und das, obwohl ihre Billigairline eigentlich Marktführerin in Gatwick ist. Doch sie plant schon länger, auch in Heathrow zu wachsen. Ein Ausbau würde eine Reihe neuer Slots schaffen, auf die Easyjet sich Hoffnungen macht.

Gegen die dritte Piste in Heathrow ist ausgerechnet die Airline, deren Heimatflughafen der Airport ist: British Airways. Willie Walsh, Chef der Muttergesellschaft IAG hat mehrfach erklärt, dass er eine Verlängerung der bestehenden zweiten gegenüber einer dritten Piste bevorzuge. Denn das wäre bedeutend billiger gekommen. Er fürchtet höhere Steuern und damit auch Ticketpreise nach einem Ausbau.

Wann soll die Erweiterung abgeschlossen werden?

Laut dem britischen Guardian soll die neue Piste bis 2025 gebaut werden – sobald es denn das definitive Okay zum Bau gibt. Voll betriebsbereit soll die Erweiterung erst 2030 sein.

Woher kommt Kritik?

50 Prozent mehr Flugzeuge sollen nach der Erweiterung über Londons Himmel fliegen. Das bedeutet auch, dass neue Quartiere in die Einflugschneise geraten – das führte in der Vergangenheit immer wieder zu heftigen Protesten aus der Bevölkerung. Zudem müssen wegen der dritten Piste in Heathrow zwei Dörfer geschleift werden.

Sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie, wie London Heathrow ausgebaut werden soll.

Mehr zum Thema

Blick aus einem Airbus A321 von Condor: Bald auch in London möglich.

Condor baut eigenes Zubringernetz weiter aus

Flughafen Gatwick mit beiden Pisten: Die nördliche Piste wird bis 2030 verschoben.

Grünes Licht für zweite Piste in London-Gatwick

Boeing 787-8 von Tui: Ein Dreamliner musste am 29.Juni unplanmäßig in Stansted landen.

Boeing 787 von Tui Airways macht Hüpfer von London nach London

ticker-london-gatwick-lgw

Wechsel beim Flughafen London- Gatwick: Pierre-Hugues Schmit übernimmt Chefposten

Video

airbus a319 xizang airlines tibet airlines
Auf einem frisch lackierten Airbus A319 von Tibet Airlines ist der Name Xizang Airlines zu lesen. Es könnte der erste Schritt einer größeren Umbenennung sein, die auch einen politischen Hintergrund haben könnte.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A380 von Lufthansa: Die D-AIMH wird noch bis Anfang Juni in. Dresden umgebaut.
Noch hängen Kabel aus der Kabine und manche Fußablagen fehlen. Doch der Umbau der Airbus A380 von Lufthansa bei EFW in Dresden zeigt bereits, wie die modernisierte Business Class aussehen wird. Der Zeitplan ist straff – und die Logistik kompliziert.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies