Winglet einer Fischer Boeing 737: Die Airline plant in diesem Jahr ihr erneutes Comeback.

Flüge ab Kassel, Friedrichshafen und HamburgFischer Air soll zum dritten Mal wiederauferstehen

Fischer Air soll noch in diesem Jahr wieder abheben. Ab Friedrichshafen, Kassel und Hamburg. Die Flughäfen reagieren unterschiedlich auf die Ankündigung

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Es gibt Unternehmen, die mehrere Anläufe benötigen, bevor ihnen der wirtschaftliche Durchbruch gelingt. Ein beliebtes Beispiel hierfür ist Honda. Der Gründervater, Soichiro Honda, hatte zwei gescheiterte Versuche hinter sich. Doch schließlich gelang ihm mit seinem dritten Unternehmen, der Honda Motor Co., der Durchbruch.

Ähnlich läuft es beim deutsch-tschechischen Unternehmer Vaclav Fischer. Fischer betrieb neun Jahre lang mit Fischer Air eine eigene Fluggesellschaft, die mit bis zu drei Boeing 737-300 Charterflüge ab Deutschland anbot. Doch im Jahr 2005 folgte der Konkurs.

Fischer Air mit Versuch Nummer drei

14 Jahre später erklärte Fischer im Jahr 2019 überraschend, ab 2020 wieder Linien- und Charterflüge ab Deutschland und Tschechien anzubieten; doch es blieb es bei der Ankündigung. Fünf Jahre später erfolgte die nächste Comeback-Ankündigung. Diesmal wollte er Dresden und München mit Zielen rund um das Mittelmeer verbinden. Wieder blieb es nur bei der Ankündigung.

Nun erfolgte die dritte Ankündigung des Comebacks. Fischer Air will ab Weihnachten Kassel und Friedrichshafen mit den Kanarischen Inseln verbinden. Ab 29.März will die Airline auch vom Flughafen Hamburg starten. Ziele sind Gran Canaria und Fuerteventura. Die Pläne bestätigte Vaclav Fischer gegenüber dem Portal Airliners. Durchgeführt werden sollen die Flüge mit zwei Boeing 737-800.

Fischer Air stationiert Boeing 737-800 in Kassel

Besonders der Flughafen Kassel-Calden freut sich über den Neustart. Gegenüber HNA verkündete Flughafenchef Lars Ernst, dass die ersten Flüge am 21. Dezember starten sollen. Im Winterprogramm stehen Gran Canaria, Fuerteventura, Teneriffa und Hurghada. Im März kommen mit Mallorca und Kreta zwei weitere Ziele hinzu. Laut Ernst plant Vaclav Fischer auch eine Boeing 737-800 in Calden zu stationieren.

Auch der Flughafen Friedrichshafen bestätigt gegenüber aeroTELEGRAPH das Engagement von Fischer Airlines. Ein Sprecher teilt mit, dass man mit Herrn Fischer in engem Austausch über ein «mögliches touristisches Flugprogramm» ab Friedrichshafen stehe. Intensive Gespräche dazu gebe es bereits seit letztem Jahr.

Hamburg lehnt Kommentar ab

Ein konkretes Startdatum könne der Flughafen derzeit noch nicht nennen, erklärte der Sprecher. Man verfüge derzeit noch nicht über einen Flugplan von Fischer-Air. Der Sprecher verwies darauf, dass im Internet bei Fischer-Reisen zwar Flüge buchbar seien, es dem Management in Friedrichshafen jedoch noch nicht bekannt sei, wer die ausführende Fluggesellschaft sei.

Boeing 737 von Fischer Air im Jahr 2002: Heben bald wieder Fischer-Jets ab?

Der Flughafen Hamburg erklärt auf eine Anfrage von aeroTELEGRAPH knapp: «Aktuell können wir das nicht kommentieren».

Business Class mit Lounge-Zugang

Fischer Air hat auf ihrer Website mitgeteilt, dass man neben einer Economy Class auch eine Business Class anbieten werde. Branchenüblich mit freiem Mittelsitz, 30 Kilo Aufgabegepäck, freien Getränken und einem Lounge-Zugang.

Economy-Reisende bekommen 8 Kilo Handgepäck und 20 Kilo Aufgabegepäck, kostenfreies Wasser, Snacks und Getränke zu günstigen Preisen. Beide Tickets sind nicht stornierbar. Bezahlt werden kann per Rechnung und Banküberweisung.

Fischer Air ist jetzt slowakisch - mit Filiale in Friedrichshafen

Gegenüber Airliners führt Fischer weiter aus, dass er bereits seit 2019 an der Neugründung arbeite. Anders als früher ist Fischer Air aber keine tschechische Airline mehr, sondern Fischer hat Fischer Air s.r.o. in der Slowakei gegründet. Wie der Flughafen Friedrichshafen gegenüber aeroTELEGRAPH verrät, hat diese Firma eine Zweigniederlassung in Friedrichshafen gegründet, die den Vertrieb übernehmen soll. Vielleicht hat Fischer es ja mit Honda gemeinsam, dass der dritte Versuch klappt.

Mehr zum Thema

ticker fischer air

Firma hinter Fischer Air ist insolvent - Anklage gegen Václav Fischer

Winglet einer Boeing 737 von Fischer: Es wird bei der Computergrafik bleiben.

Marke Fischer Air gehört gar nicht Unternehmer Václav Fischer

Webseite von Fischer Air: Immer mehr Unstimmigkeiten.

Flughafen Kassel nimmt Fischer Air aus dem Flugplan - Gründer wittert Verschwörung und vertagt erneut

ticker fischer air

Erneute Verschiebung: Fischer Air plant Start nun erst im Herbst

Video

Bangkok Suvarnabhumi aus der Luft: Der Flughafen soll seine Kapazität verdoppeln.
Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi soll künftig 120 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen, doppelt so viele wie heute. Dafür sind ein neues Südterminal und eine vierte Piste geplant. Und schon zuvor soll es eine Erweiterung geben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Bildschirmfoto 2026-11-04 um 125453
Ein Learjet 60 stürzte fast senkrecht auf eine Straße in Florida, neun Menschen starben. Jetzt wurden Teile des Höhenruders gefunden - bis zu 6,1 Kilometer vom Wrack entfernt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
learjet absturz florida 01
Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat sich zum tödlichen Absturz des Bombardier Learjet 60 in Florida geäußert. Das sind die Erkenntnisse über die letzten Minuten des Unglücksfluges, der in ein Wohngebiet stürzte.
Timo Nowack
Timo Nowack