Intersky-Flieger am Flughafen Friedrichshafen: Ein Bild der Vergangenheit.

Bodensee-AirportFlughafen Friedrichshafen wurde überrumpelt

Das Aus der Regionalairline Intersky ist schmerzhaft für den Bodensee-Airport. Er verliert ein Fünftel der Einnahmen. Erfahren vom Grounding hat man in Friedrichshafen erst spät.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

«Gestrichen». Das steht heute auf der Anzeigetafel am Bodensee-Airport Friedrichshafen des Öfteren. Denn Intersky hat am Donnerstagabend abrupt den Betrieb eingestellt. Dadurch fallen beispielsweise am heutigen Freitag neun Flüge und damit gleich mehr als die Hälfte des Tagesangebots weg.

Das Aus von Intersky lag nach dem endgültigen Scheitern der Übernahmeverhandlungen zwar in der Luft. Dennoch kam es für den Bodensee-Airport dann unverhofft. «Es gab keine Vorinformation. Wir haben erst gegen 22 Uhr davon erfahren», sagt Sprecher Andreas Humer-Hager.

Weniger Passagiere und Einnahmen

Für den Flughafen Friedrichshafen ist das Ende von Intersky bitter. Der Airport verliert nicht nur seinen Heimanbieter. Die österreichische Regionalairline war auch für 115.000 Reisende oder 19 Prozent der Passagiere verantwortlich. Gleich hoch ist der Anteil bei den Gebühreneinnahmen. Und nicht zuletzt hat Intersky beim Bodensee-Airport noch Schulden in der Höhe eines «sechsstelligen Betrages», wie Sprecher Humer-Hager erklärt.

In Friedrichshafen sucht man nun nach Ersatz. «Wir arbeiten mit Hochdruck am Aufbau von alternativen Flugangeboten, um die mit dem Marktaustritt der Intersky entstehende Lücke möglichst umgehend zu schließen», so der Flughafen.

Memmingen wenig betroffen

Gelassener kann sich der Flughafen Memmingen geben. Der Verlust durch das Aus von Intersky entspreche bis Jahresende rund 6.000 Passagieren. «Wir bedauern das, sehen aber die für das laufende Geschäftsjahr gesteckte Passagierprognose nicht in Gefahr», so ein Sprecher. Die Flüge zwischen dem Allgäu Airport und Berlin und Hamburg seien mehr «Qualität als Quantität». Intersky hatte am 2. März begonnen, Memmingen wieder mit Hamburg und Berlin zu verbinden, nachdem sich Germanwings zurückgezogen hatte.

Mehr zum Thema

ticker-deutschland

So entwickelt sich der Luftverkehr in Deutschland in den nächsten sechs Monaten

ticker-deutschland

Deutschland beschließt Gesetzesänderung zur besseren Abwehr von Drohnen an Flughäfen

ticker-deutschland

Sommerangebot in Deutschland wächst - vor allem in die Türkei, auf den Balkan und nach Nordafrika

ticker-deutschland

BDL: Deutschland verliert Anschluss an Europas Luftfahrtboom

Video

copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack
03cb5639-a63e-4644-b420-139634c38344
Die abgelegenste bewohnte Insel der Welt kämpft mit der Angst vor einem Hantavirus-Ausbruch. Nun warf ein britischer Airbus A400 M medizinisches Material über Tristan da Cunha ab – begleitet von Fallschirmjägern und Notfallmedizinern.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin