Passagiere: Sie tragen heute mehr Kosten an Flughäfen als früher - auch über das vergrößerte Einkaufsangebot.

ForderungFlughäfen wollen mehr Geld von Airlines

Die Luftfahrt wächst und wächst. Dafür müssen Flughäfen ausbauen. Doch ihnen fehlt oftmals das Geld. Es soll von den Airlines kommen, fordert nun der Branchenverband ACI. Denn die zahlten zu wenig.

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In der Luft wird es noch enger. Schon heute reisen jeden Tag rund 8 Millionen Menschen weltweit mit dem Flugzeug. In den kommenden zwanzig Jahren wird sich dieser Wert nochmals verdoppeln, so schätzen Experten.

Um diese Zunahme auf ein Jahrestotal von 7 Milliarden Passagieren bewältigen zu können, müssen die Airports schnell ausbauen. Und das kostet – zu viel wie der internationale Branchenverband ACI Airports Council International findet. «Die Flughäfen können die bedeutenden Investitionen nicht tragen, ohne dass sie die Fluggesellschaften dabei stärker unterstützen», so seine Präsidentin Angela Gittens. In vielen Fällen würden Airlines heute nicht die Kosten tragen, die sie an Flughäfen verursachten.

Gebühren selbstständig festlegen

Und der Trend gehe sogar noch weiter in die falsche Richtung. «Gewisse Fluglinien fordern noch tiefere Gebühren», so Gittens. Das sei unfair und unmöglich. Ihre Mitglieder hätten viel unternommen, um die Belastung für die Fluglinien zu verringern. Heute kämen Airlines nur noch für 38 Prozent der Einnahmen von Flughäfen auf. Die ACI-Präsidentin fordert darum das Recht, die Gebühren selbstständig ohne Einmischung staatlicher Behörden festlegen zu dürfen.

Viele Flughäfen könnten ihre Kapitalkosten und Ausgaben nicht mehr decken, weil die Fluglinien die Gebühren stetig weiter nach unten drücken würden, so Gittens. Dumm nur, dass auf der Gegenseite die Lage nicht viel besser ist. Nach vielen dürren Jahren erarbeiteten die Airlines endlich wieder ihre Kapitalkosten, freute sich Iata-Chef Tony Tyler dieser Tage. Doch die Gewinne bei den Fluglinien seien einseitig verteilt. «Über die Hälfte des Branchengewinns wird dieses Jahr in Nordamerika erwirtschaftet.»

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