Adina Vălean: Zehn Prozent weniger Emissionen.

Single European SkyBrüssel nimmt neuen Anlauf für einheitlichen Luftraum

Die Europäische Union will das Projekt Single European Sky nun endlich umsetzen. Dabei hilft ihr auch der Brexit.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Vor zwei Jahren nahm Violeta Bulc einen weiteren Anlauf. Die damalige EU-Kommissarin für Verkehr forderte die 28 EU-Staaten, Norwegen und die Schweiz sowie die gesamte Branche angesichts rekordhoher Verspätungen dringend dazu auf, endlich die Maßnahmen des so genannten Single European Sky 2+ umzusetzen. Der Streit zwischen Spanien und dem Vereinigten Königreich um Gibraltar hatte das Vorhaben bis dahin stets blockiert.

Jetzt nimmt Bulcs Nachfolgerin Adina Valean einen neuen Anlauf. «Flugzeuge bewegen sich manchmal im Zickzack zwischen verschiedenen Luftraumblöcken, wodurch Verspätungen und Treibstoffverbrauch zunehmen», fasst sie den aktuellen Zustand zusammen. Das effizientere Flugverkehrsmanagementsystem Single European Sky 2+ bedeute direktere Routen und weniger Verbrauch.

Ineffizienter Flickenteppich

«Das führt zu weniger Emissionen und niedrigeren Kosten für unsere Fluggesellschaften», erklärt die EU-Kommissarin. Bis zu 10 Prozent an Emissionen könne man einsparen. Die Chancen, dass sie Erfolg hat, wo ihre Vorgänger gescheitert sind, stehen gut. Denn mit dem Austritt der britischen Insel aus der Union ist ein zentrales Hindernis weggefallen. Zudem bietet die Corona-Krise mit ihrem kleineren Verkehrsvolumen eine einfachere Umsetzung.

Seit Jahren arbeitet Europa daran, die Dutzenden nationalen Lufträume mit nationalen Flugsicherungen durch einen einzigen paneuropäischen Luftraum zu ersetzen. Auf Flügen müssen Piloten daher laufend die Funkfrequenz ändern und zum nächsten Fluglotsen Kontakt aufnehmen. Diese Abstimmungen brauchen Zeit und Ressourcen - zudem kann sich Flugrichtung, Fluggeschwindigkeit und Flughöhe fortlaufend ändern.

Zentrale Koordination

Hinzu kommt, dass Airlines mitunter Routen so wählen, dass die tiefsten Gebühren anfallen. Das ist ineffizient und unökologisch. Das soll künftig anders sein. Mit ihren gegenüber 2003 leicht überarbeiteten Plänen für Single European Sky 2+ will EU-Kommissarin Valean einen Teil der Effizienzvorteile schnell erschließen.

Neu soll ein Netzwerkmanager - bis 2029 ist das Eurocontrol - soll die Zusammenarbeit zwischen den Flugsicherungsanbietern künftig koordinieren. Ziel sei ein flexibleres System anstelle starr vorgeschriebener Luftraumblöcke, so Valean. Zudem sollen auch Gebühren vereinheitlicht und an ökologische Kriterien geknüpft werden.

Mehr zum Thema

Violeta Bulc: «Es ist Zeit zu handeln.»

Brüssel redet Regierungen und Branche ins Gewissen

Flugverkehr über Europa: Die nationalen Lufträume machen die Aufsicht teuer.

EU will Flugsicherung verbessern

Flug von British Airways an einem Streiktag: Großer Umweg, große Zusatzkosten.

Ryanair will streikende Fluglotsen austricksen

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Video

Die D-ABPQ liegt auf der Nase: Die Boeing 787-9 sollte nach Los Angeles fliegen.
Zwischenfall am Flughafen Frankfurt: Das Bugfahrwerk einer Boeing 787 von Lufthansa knickte am Gate ein. Der Dreamliner wurde dabei erheblich beschädigt. Es gab auch mehrere Verletzte unter Crew und Bodenmitarbeitenden.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
sicherheitsroboter flughafen hamburg
Sie rollen selbstständig und suchen nach Schäden und Manipulationen am Flughafenzaun: Der Airport Hamburg testet selbstfahrende Roboter für die Sicherheit am Flughafen.
Timo Nowack
Timo Nowack
kuwait airport
Nach einem iranischen Drohnenangriff musste Kuwait den kommerziellen Flugverkehr am Mittwoch vorübergehend einstellen. Der internationale Flughafen des Landes wurde schwer beschädigt, mindestens ein Menschen wurde getötet, viele weitere verletzt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg