Flughafen London-Heathrow: Auch am Mittwoch sind schon diverse Flüge annulliert worden.

Weiterhin Annullierungen und VerspätungenBritische Flugsicherung hat Problem behoben, das Chaos im Luftverkehr aber dauert an

Fast jeder zweite Flug von British Airways fiel aus, auch Virgin Atlantic, Easyjet und Wizz Air traf es hart. Die technische Störung bei der britischen Flugsicherung NATS sorgte für massives Chaos. Die Folgen sind weiter zu spüren.

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Die Zahlen sind eindrücklich und belegen die ganze Tragweite des Chaos. British Airways musste am Dienstag (8. September) 48 Prozent ihrer Flüge streichen. Bei Virgin Atlantic betrug die Annullierungsrate 41 Prozent, bei Wizz Air im Vereinigten Königreich 22 Prozent, bei Easyjet 21 Prozent, wie die Zahlen des Flugverfolgungsdienstes Flighaware zeigen.

Am Dienstagnachmittag war es bei der britischen Flugsicherung NATS - früher National Air Traffic Services - zu einer technischen Störung gekommen. Das hatte zur Folge, dass Flüge nicht mehr starten und Flughäfen landende wegen des Rückstaus am Boden nicht mehr aufnehmen konnten. Insgesamt wurden im Vereinigten Königreich mehr als 1000 Flüge gestrichen. Mehr als 65.000 Passagierinnen und Passagiere waren betroffen.

Fast jeder zweite Flug fiel in London-Heathrow aus

Am heftigsten traf die Panne bei der Flugsicherung den Flughafen London-Heathrow, wo 44 Prozent der Flüge abgesagt werden mussten. In London-Gatwick waren es 41 Prozent. Doch die Störungen waren im ganzen Land zu spüren. Auch an den Flughäfen von Bristol, Belfast, Glasgow und vielen anderen kam es zu massiven Beeinträchtigungen (siehe Grafik unten).

Am Abend bekam die britische Flugsicherung das Problem zwar wieder in den Griff. Doch sie erklärte, die Behebung der technischen Störung habe länger gedauert als gedacht. «Das Systemproblem ist nun behoben, wir arbeiten wieder wie gewohnt und tun alles in unserer Macht Stehende, um den Rückstau an Flügen abzubauen. Die anhaltenden Flugbeeinträchtigungen tun uns aufrichtig leid», so die NATS in einer Stellungnahme um 19:30 Uhr.

Problem bei NATS lag im Flugdatenverarbeitungssystem

Dennoch werden die Probleme auch am Mittwoch (9. September) noch zu spüren sein. «Dies war ein sehr komplexer Wiederherstellungsprozess, der das gesamte Luftverkehrsnetz vor Schwierigkeiten gestellt hat, von denen es einige Zeit dauern wird, sich zu erholen. Wir entschuldigen uns erneut für die dadurch entstandenen Beeinträchtigungen», erklärte der NATS spätabends weiter. British Airways hat für Mittwoch bereits 12 Prozent der Flüge vorsorglich gestrichen. Auch Flüge nach Großbritannien wurden teilweise bereits annuliert, so bei Condor oder Swiss.

Die NATS erklärte, das Problem habe im Flugdatenverarbeitungssystem gelegen. Es verarbeitet die von den Airlines eingereichten Flugpläne und andere betriebliche Informationen, die von Fluglotsinnen und -lotsen zur Steuerung des Flugverkehrs genutzt werden. Es aktualisiert sich fortlaufend. Das sei nicht dasselbe System, das bei einem Vorfall im Jahr 2023 ausgefallen sei, als es ebenfalls zu einem Chaos an den Flughäfen im Vereinigten Königreich gekommen war.

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