m Nordosten der USA ist der Flugverkehr an mehreren großen Flughäfen erheblich beeinträchtigt. Mehr als 5600 Flüge in den USA waren bis Montagabend von der Störung betroffen, rund 1200 davon im Raum New York. Etwa 90 Flüge mussten umgeleitet werden. Auch Lufthansa-Flug LH400 musste außerplanmäßig in Boston landen. Schließlich konnte er sich der Airbus A340-600 aber wieder auf den Weg nach New York machen.
Die Ursache ist eine unglückliche Verkettung technischer Probleme. Bei der für An- und Abflüge in der Region zuständigen Flugsicherung in Philadelphia fiel zunächst ein Stromkreis aus. Als eine Ersatzverbindung benötigt wurde, stellte sich heraus, dass auch diese nicht funktionierte: Ein Bautrupp des Bahnunternehmens Amtrak hatte die dafür benötigte Glasfaserleitung in New Jersey bei Arbeiten versehentlich durchtrennt.
Flughäfen in New York betroffen
Verkehrsminister Sean Duffy erklärte beim Kurznachrichtendienst X, der Ausfall der Telekommunikationsverbindungen habe die Luftfahrtbehörde FAA gezwungen, Flüge im Nordosten zeitweise zu pausieren. Betroffen waren unter anderem die Flughäfen Newark, New York JFK, LaGuardia, Philadelphia und Teterboro. Inzwischen konnte der Verkehr teilweise wieder aufgenommen werden.
Besonders stark traf die Störung Newark. Dort waren bis zum Abend 267 abgehende und 257 ankommende Flüge verspätet. In Philadelphia lagen die durchschnittlichen Verzögerungen zeitweise bei mehr als drei Stunden. Das beschädigte Kabel gehört dem Telekommunikationskonzern Verizon. Das Unternehmen bestätigte gegenüber CNN, dass Bauarbeiter die entlang einer Amtrak-Bahnstrecke verlaufende Glasfaserleitung freigelegt und durchtrennt hätten. Die Reparatur dürfte nach Angaben der FAA rund 13 Stunden dauern.
Genau zum Zeitpunkt der UNO-Generalversammlung
Der Zwischenfall heizt zugleich die Diskussion über den Zustand der amerikanischen Flugsicherung an. Duffy erklärte, er zeige erneut, dass die alternde Infrastruktur modernisiert werden müsse. Im vergangenen Jahr hatte der Kongress bereits 12,5 Milliarden Dollar für die Modernisierung des Systems und zusätzliches Personal bewilligt. Duffy fordert weitere 17,5 Milliarden Dollar.
Der Zeitpunkt der Störung ist besonders ungünstig. Am Dienstag beginnt in New York die Generalversammlung der Vereinten Nationen. Mehr als 130 Vertreter aus aller Welt werden erwartet.
Die Luftfahrt steht nie still – wir auch nicht. Unser Redaktionsteam ist immer am Puls des Geschehens. Für den Preis eines Kaffees im Monat lesen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei und sichern unabhängige Berichterstattung. Jetzt hier klicken und abonnieren