Man und Frau Sitz an Sitz: Manche bereuen ihre ausgebliebene Initiative nach dem Flug.

Service für verknallte Sitznachbarn

In eine Mitreisende verliebt und vergessen, nach der Telefonnummer zu fragen? Ein neuer Service hilft, sie wiederzufinden.

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«Ich wünschte ich hätte nach deinem Namen gefragt, als wir ausgestiegen sind.» Das hat sich vielleicht der eine oder andere schon gedacht, der sich auf einem Flug in seinen Sitznachbarn oder seine Sitznachbarin verguckt hat. Dieser Herr war mit Easyjet-Flug 4261 auf dem Weg von Berlin nach Paris. Alles, was er noch weiß: Die Dame, an die er seitdem denken muss, hat ein hebräisches Buch gelesen und wurde von einem Freund oder ihrem Bruder abgeholt. Für Menschen, die sich im Nachhinein über ihre eigene Schüchternheit ärgern, gibt es jetzt die Internetseite «We met on a plane» («Wir trafen uns auf einem Flugzeug»).

Auf der Seite können Passagiere nach den interessanten Begegnungen suchen, bei denen sie es verpassten, Telefonnummern, Email-Adresse oder sogar den Namen auszutauschen. Ein Suchalgorithmus findet dann alle Resultate, die mit demselben Flug zu tun haben und eventuell Aufschluss über den Verbleib des oder der Angebeteten geben. Auch Social-Media-Kanäle nutzt die Seite dafür.

Liebe über den Wolken

Hinter der Seite steckt der 31-Jährige Australier Will Scully-Power. Er startete den Dienst im Sommer 2011, nachdem er seine Freundin auf einem Flug von Kuala Lumpur nach Sydney kennengelernt hatte. 4400 Menschen suchen inzwischen pro Monat bei Google nach den Worten «met on a plane», so Scully-Power in einer Mitteilung. Das sei genug für ihn gewesen, um zu realisieren, dass er nicht der Einizige sei, der über den Wolken die Liebe auf den ersten Blick erlebt habe. Um noch mehr von ihnen ein Happy-End zu schenken, startete er daher die Website. Einer der neuesten Einträge stammt übrigens von einem Reisenden, der von Berlin nach Düsseldorf flog. Er vergass nicht nur, nach der Telefonnummer zu fragen - sondern die Frau überhaupt anzusprechen.

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