Revolut Lounge: Neu ind er Airline-Welt.

Von der App in die FlughäfenRevolut baut eigene Flughafenlounges in ganz Europa

Revolut vermittelt bereits Zugang zu mehr als 1600 Flughafenlounges. Jetzt will die Neobank selbst Gastgeberin werden. 2027 eröffnet sie in Kopenhagen ihre erste eigene Lounge – und die soll nur der Auftakt für ein europäisches Netzwerk sein.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Revolut ist 2015 mit dem Anspruch gestartet, das verstaubte Image traditioneller Banken zu brechen. Inzwischen ist die Neobank aber selbst groß. Und sie tut Dinge, die früher nur andere Geldhäsuer getan haben. So wagt sie nun den Sprung aus der App in den Flughafen. 2027 eröffnet Revolut am Flughafen Kopenhagen die erste eigene Markenlounge.

Das soll erst der Anfang sein. Das britische Unternehmen will sie als Vorbild für ein grösseres europäisches Netzwerk nutzen. Hadi Nasrallah, bei Revolut für Neue Geschäftsbereiche verantwortlich, kündigte die Lounge als neues Projekt des Unternehmens an und stellte bereits weitere Standorte in Aussicht. Welche Flughäfen folgen könnten, verriet er allerdings noch nicht.

Vom Lounge-Pass zur eigenen Lounge

Für Kopenhagen hat Revolut eine Vereinbarung mit dem Flughafen geschlossen. Nach Angaben der Neobanksoll dort die grösste sogenannte Common-use-Lounge im Schengen-Raum entstehen – also eine Lounge, die nicht einer einzelnen Fluggesellschaft vorbehalten ist. Betrieben und mitentwickelt wird sie gemeinsam mit Plaza Premium Group, einem international tätigen Lounge-Betreiber. Wie groß die Lounge wird, wie viele Reisende sie aufnehmen kann und wie sie ausgestattet sein wird, ist bislang ebenso offen wie der genaue Eröffnungstermin innerhalb des Jahres 2027.

Ganz neu ist das Geschäft mit Flughafenlounges für Revolut nicht. Kundinnen und Kunden können bereits heute über die Revolut-App Zugänge zu mehr als 1600 Lounges weltweit buchen. Beim teuersten Abo Ultra ist der Loungezugang für den Kontoinhaber derzeit unbegrenzt enthalten, während bei anderen Abo-Stufen je nach Tarif vergünstigte oder regulär bezahlte Eintritte enthalten.

Eigene Lounges als logischer Schritt für Revolut

Mit den eigenen Revolut Lounges geht das Unternehmen nun jedoch einen entscheidenden Schritt weiter: Statt lediglich Zugänge zu bestehenden Einrichtungen zu vermitteln, wird künftig auch das Erlebnis vor Ort unter der eigenen Marke stattfinden. Aus dem digitalen Vermittler wird damit auch ein Anbieter am Flughafen.

Revolut macht dabei keinen Hehl daraus, dass man mit dem bisherigen Angebot vieler Flughafenlounges unzufrieden ist. Nasrallah erklärt, Lounges würden Reisende häufig enttäuschen. Revolut wolle deshalb seine eigene Designsprache in die reale Welt übertragen und etwas schaffen, das auffalle. Kopenhagen sei dafür auch wegen der Bedeutung Skandinaviens als Wachstumsmarkt gewählt worden. Revolut zählt nach eigenen Angaben bereits mehr als zwei Millionen Kundinnen und Kunden in den nordischen Ländern und erwartet bis zur Eröffnung rund 500.000 Kunden allein in Dänemark.

Über viele Details schweigt sich Revolut noch aus

Noch bleibt allerdings eine entscheidende Frage unbeantwortet: Wer darf die neuen Lounges tatsächlich nutzen? Revolut hat bislang weder bekanntgegeben, welche Abonnements Zugang erhalten werden, noch ob Ultra-Kundschaft automatisch oder unbegrenzt eintreten können. Ebenso fehlen Informationen zu Gästepreisen und einem möglichen Zugang für Reisende ohne Revolut-Konto.

Die Richtung ist dagegen klar: Aus einem digitalen Reisevorteil soll ein physisches Produkt werden. Revolut will damit nicht mehr nur auf dem Smartphone seiner reisenden Kunden präsent sein, sondern auch am Flughafen selbst. Ob daraus tatsächlich ein europäisches Lounge-Netzwerk mit eigener Handschrift entsteht, muss sich erst zeigen.

Wir berichten, was in der Luftfahrt wirklich zählt – unabhängig, präzise, nah dran. Hinter jedem Artikel steht die Erfahrung erfahrener Luftfahrtjournalistinnen und -journalisten. Für den Preis von weniger als einem Getränk am Flughafen genießen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei und sichern unsere Unabhängigkeit. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

ticker-chile

Flughafen Santiago de Chile: Plaza Premium will fünf 24-Stunden-Lounges im Inlandsterminal eröffnen

Emirates

Emirates präsentiert die Lounge der Zukunft - und die Zukunft beginnt in Deutschland

British Airways zeigt das neue Design ihrer Lounges: So sieht die Bar in Miami aus.

So gestaltet British Airways künftig ihre Lounges

ticker-american-airlines

American Airlines baut neue Lounge in Miami

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier