Jet von Tuifly: Die Airline wird zur Kasse gebeten.

UrteilGebuchte Airline muss bei Verspätung zahlen

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden: Wenn eine Fluglinie das Flugzeug samt Crew von einer anderen Airline mietet, muss sie für Verspätungen geradestehen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Wer muss einen Passagier entschädigen, dessen Flug viel Verspätung hat? Wenn eine Fluggesellschaft mit eigenem Flugzeug und eigener Crew fliegt, ist die Sache klar. Aber was, wenn sie die Maschine samt Besatzung von einer anderen Fluggesellschaft im Wet Lease mietet? Der Gerichtshof der Europäischen Union hat am Dienstag (4. Juli) entschieden, dass dann nicht die gecharterte Airline zahlen muss, sondern jene, welche den Flug anbietet.

Im konkreten Fall ging es um Passagiere, die bei Tuifly einen Flug von Hamburg nach Cancún gebucht hatten. Durchführen ließ das Unternehmen den Flug jedoch im Wet-Lease von Thomson Airways. «In der Buchungsbestätigung hieß es dazu, dass die Buchungen von Tuifly vorgenommen würden, der Flug aber von Thomson Airways ‹ausgeführt› werde», erklärt der Gerichtshof in einer Mitteilung. Da der Flug viel Verspätung hatte, verlangten Fluggäste nach der Fluggastrechteverordnung von Thomson Airways Ausgleichszahlungen. Doch die Fluggesellschaft verweigerte die Zahlung mit der Begründung, dass sie nicht das ausführende Luftfahrtunternehmen gewesen sei.

Entscheidend ist, wer das Angebot schafft

Das Landgericht Hamburg bat den Gerichtshof daher um Klärung. In seinem Urteil stellt dieser nun fest, wer als «ausführendes Luftfahrtunternehmen» anzusehen ist: «die Fluggesellschaft, die die Entscheidung trifft, einen bestimmten Flug durchzuführen – die Festlegung seiner Flugroute eingeschlossen – und dadurch ein an Interessierte gerichtetes Angebot für den Luftverkehr zu schaffen, als ausführendes Luftfahrtunternehmen anzusehen ist». In diesem Fall also Tuifly. Dass es in der Buchungsbestätigung hieß, der Flug werde von Thomson Airways ausgeführt, sei unerheblich, so der Gerichtshof.

Die britische Thomson Airways und die deutsche Tuifly sind beides Tochtergesellschaften des Reiseriesen Tui. Im Oktober 2017 - rund einen Monat, nachdem das Landgericht Hamburg sich an den Gerichtshof gewandt hatte - wurde Thomson Airways in Tui Airways umbenannt.

Mehr zum Thema

ticker-tuifly

Tuifly nimmt sechs zusätzliche Strecken ab Düsseldorf und Hannover auf

ticker-tuifly

Tuifly bringt Cannstatter Volksfest an Bord

ticker-tuifly

Tui-Airlines starten neues System für Umsteigeverbindungen

ticker-tuifly

Smartwings fliegt weitere drei Jahre für Tui

Video

Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 der argentinischen Charterfirma Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Dieselbe Firma flog einst auch Javier Milei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack