Sky Nest von Air New Zealand: Etagenbetten für alle.

In Boeing 787Air New Zealand enthüllt Details zum Sky Nest: So funktionieren die Etagenbetten in der Economy Class

Air New Zealand bringt erstmals echte Betten in die Economy – und nennt nun Details zum «Skynest». Die Schlafkabinen im Dreamliner lassen sich stundenweise buchen, sind aber stark limitiert und kommen mit klaren Regeln.

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Etagenbetten kennen die meisten Menschen vor allem von Klassenfahrten aus der Jugendherberge oder aus dem Nachtzug. Doch das Konzept, das ermöglicht, mehreren Menschen auf engem Raum eine Schlafmöglichkeit zu geben, schafft es nun auch in die Passagierluftfahrt. Schon bald hebt bei Air New Zealand erstmals das so genannte Sky Nest ab. So nennt die Airline ein Abteil mit Etagenbetten in der Economy Class, das sie vor drei Jahren ankündigte.

Ab dem 18. Mai 2026 können Passagiere die Schlafplätze nun buchen, wie Air New Zealand bekannt gibt. Zudem nennt die Fluglinie neue Details. Eingesetzt werden sie ab November auf der Strecke zwischen Auckland und New York, also auf einem der längsten kommerziellen Flüge weltweit. Verbaut wird das System in neuen Boeing 787-9 Dreamliner.

Die Nutzer bekommen auch ein Amenity Kit

Dort entstehen sechs Liegeplätze in Etagenbett-Anordnung: Drei übereinander, in einem kompakten Block zwischen Economy und Premium Economy. Die Betten sind rund zwei Meter lang und etwa 58 Zentimeter breit. Ausgestattet sind sie mit Matratze, Kissen, Decke und Vorhang für Privatsphäre. Dazu kommen Beleuchtung, Belüftung, USB-Anschlüsse. Die Nutzer bekommen auch ein kleines Amenity Kit mit Schlafmaske, Socken, Ohrstöpseln und Pflegeprodukten.

Die Betten können nicht durchgehend gebucht werden, sondern nur in Zeitfenstern. Geplant sind zunächst zwei Schichten pro Flug, jeweils vier Stunden lang. Dazwischen liegt eine halbe Stunde Pause, damit die Crew die Kabinen reinigen und neu vorbereiten kann. Pro Flug können die sechs Plätze so mehrfach verkauft werden.

Die Betten können nur für vier Stunden gebucht werden

Der Preis zum Start liegt bei rund 420 Euro pro Schicht. Ganz günstig ist das nicht. Mit etwas Glück läge für den Preis vielleicht auch ein Upgrade drin. Wer das Angebot nutzt, braucht zusätzlich weiterhin ein normales Ticket in Economy oder Premium Economy. Jede Person darf zudem nur eine Schicht buchen.

Vorhänge sollen für Privatsphäre sorgen.

Damit versucht Air New Zealand, einen Spagat zu schaffen: mehr Komfort für Langstreckenreisende, ohne gleich die Preise der Business Class zu erreichen. Die Airline spricht selbst davon, dass die Schlafphasen bewusst so gestaltet sind, dass sie einem natürlichen Rhythmus folgen, mit Zeit zum Einschlafen und sanftem Aufwachen.

Air New Zealand mit einer weiteren Innovation

Ganz ohne Einschränkungen geht es dabei nicht. Die Schlafkabinen sind eng, Sitzen ist nicht möglich, und mehrere Passagiere liegen dicht nebeneinander. Eine Doppelbelegung ist ausgeschlossen, ebenso Essen während der Nutzung. Auch bei Gerüchen bittet Air New Zealand die Reisenden um Rücksicht. Schnarchen dagegen wird akzeptiert, Ohrstöpsel gehören ohnehin zur Ausstattung.

Viel Platz ist in den Betten nicht.

Besatzungen nutzen ähnliche Ruhebereiche seit Jahren. Die Crew Rest genannten Bereiche befinden sich entweder unter- oder oberhalb der Kabine und sind ebenfalls ausschließlich zum Schlafen gedacht. Air New Zealand überträgt diese Idee nun erstmals auf zahlende Passagiere. Gleichzeitig baut die Airline damit ihre Strategie weiter aus, den Komfort in der Economy zu verbessern.

Auch Skycouch im Angebot in Boeing 787 von Air New Zealand

Schon zuvor hatte Air New Zealand mit der Skycouch eine Zwischenlösung geschaffen, bei der sich Sitzreihen mit drei Sitzen in eine Liegefläche verwandeln lassen. Das Konzept kommt auch bei anderen Fluggesellschaften, etwa Lufthansa und bald auch bei United Airlines, zum Einsatz, hat aber den Nachteil, dass die Liegefläche deutlich weniger lang ist als zwei Meter.

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