Hitze: Sie sorgt für hohe Temperaturen in Flugzeugen.

Hitze in der KabineFlugbegleiter sollen vor Hitze geschützt werden

Die Hitzewelle macht auch Flugbegleitern zu schaffen. In den USA fordern sie gesetzliche Obergrenzen für die Temperatur an Bord. In der EU ist man schon weiter.

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Kühles Wasser, Brühe, Eis, Erfrischungstücher oder auch mal eine Dusche von der Feuerwehr - Flughäfen machen viel, um die Mitarbeiter auf dem Vorfeld vor der Hitze zu schützen. Immerhin kann das Thermometer dort bis auf 60 Grad steigen. Doch nicht nur die Angestellten der Bodendienste leiden unter der Hitzewelle der vergangenen Wochen, sondern auch die Flugbegleiter.

Wenn Flieger am Boden stehen, kann es im Inneren sehr heiß werden, besonders weil die Klimaanlage nicht ohne Unterbruch läuft. In den USA hat die Gewerkschaft Association of Flight Attendants-CWA darum die Regierung aufgefordert, etwas gegen die Temperaturextreme an Bord zu unternehmen. Konkret verlangt sie mit einer Petition, dass Vorschriften für Tiefst- und Höchsttemperaturen erlassen werden. «Es geht uns um Sicherheit und Gesundheit», so Sara Nelson, Präsidentin der Arbeitnehmerorganisation.

Atemprobleme und Ohnmacht

Die Flugbegleiter begründen den Vorstoß nicht nur mit dem Eigeninteresse. Auch Passagiere würden durch zu hohe Temperaturen gefährdet, erklären sie. Sie führen Dutzende Fälle auf, in welchen Reisende und Crewmitglieder bei großer Hitze Atem- und Kreislaufpobleme bekamen oder gar ohnmächtig wurden. Ebenso können zu tiefe Temperaturen unangenehm sein und etwa Erkältungen fördern.

In der Europäischen Union ist man bereits etwas weiter. «Eine Arbeitsgruppe aus Politikern, Experten und Branchenvertretern arbeitet seit 2013 an einer neuen Vorschrift, die auch die zulässigen Temperaturextreme an Bord von Flugzeugen regeln soll», sagt Sylvia Gassner von der deutschen Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo. Noch ist der erste Vorschlag aber nicht verabschiedet worden.

60 Grad als absolutes Maximum

Zur Diskussion steht in der EU-Regelung eine Obergrenze die Temperatur an Bord. Demnach darf es während höchstens zehn Minuten 60 Grad heiß werden. Auf 38 Grad darf das Thermometer an Bord höchstens 90 Minuten lang klettern, so der Vorschlag. Warm genug ist auch das noch alleweil.

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