Hitze: Sie sorgt für hohe Temperaturen in Flugzeugen.

Hitze in der KabineFlugbegleiter sollen vor Hitze geschützt werden

Die Hitzewelle macht auch Flugbegleitern zu schaffen. In den USA fordern sie gesetzliche Obergrenzen für die Temperatur an Bord. In der EU ist man schon weiter.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Kühles Wasser, Brühe, Eis, Erfrischungstücher oder auch mal eine Dusche von der Feuerwehr - Flughäfen machen viel, um die Mitarbeiter auf dem Vorfeld vor der Hitze zu schützen. Immerhin kann das Thermometer dort bis auf 60 Grad steigen. Doch nicht nur die Angestellten der Bodendienste leiden unter der Hitzewelle der vergangenen Wochen, sondern auch die Flugbegleiter.

Wenn Flieger am Boden stehen, kann es im Inneren sehr heiß werden, besonders weil die Klimaanlage nicht ohne Unterbruch läuft. In den USA hat die Gewerkschaft Association of Flight Attendants-CWA darum die Regierung aufgefordert, etwas gegen die Temperaturextreme an Bord zu unternehmen. Konkret verlangt sie mit einer Petition, dass Vorschriften für Tiefst- und Höchsttemperaturen erlassen werden. «Es geht uns um Sicherheit und Gesundheit», so Sara Nelson, Präsidentin der Arbeitnehmerorganisation.

Atemprobleme und Ohnmacht

Die Flugbegleiter begründen den Vorstoß nicht nur mit dem Eigeninteresse. Auch Passagiere würden durch zu hohe Temperaturen gefährdet, erklären sie. Sie führen Dutzende Fälle auf, in welchen Reisende und Crewmitglieder bei großer Hitze Atem- und Kreislaufpobleme bekamen oder gar ohnmächtig wurden. Ebenso können zu tiefe Temperaturen unangenehm sein und etwa Erkältungen fördern.

In der Europäischen Union ist man bereits etwas weiter. «Eine Arbeitsgruppe aus Politikern, Experten und Branchenvertretern arbeitet seit 2013 an einer neuen Vorschrift, die auch die zulässigen Temperaturextreme an Bord von Flugzeugen regeln soll», sagt Sylvia Gassner von der deutschen Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo. Noch ist der erste Vorschlag aber nicht verabschiedet worden.

60 Grad als absolutes Maximum

Zur Diskussion steht in der EU-Regelung eine Obergrenze die Temperatur an Bord. Demnach darf es während höchstens zehn Minuten 60 Grad heiß werden. Auf 38 Grad darf das Thermometer an Bord höchstens 90 Minuten lang klettern, so der Vorschlag. Warm genug ist auch das noch alleweil.

Mehr zum Thema

Getränkewagen in Frankfurt: Auf dem Vorfeld wird es heiß.

Flughäfen kämpfen gegen Hitzewelle

ticker-eu-europaeische-union

Airlines und Flughäfen warnen vor Sommerchaos durch neues EU-Grenzsystem EES

ticker-eu-europaeische-union

21 Airlines: Lufthansa, Ryanair und Co. ändern Werbung mit Umweltaussagen

ticker-eu-europaeische-union

Luftfahrtbranche fordert Nachbesserungen am EU-Investitionsplan für nachhaltigen Verkehr

Video

regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick auf die Unglücksstelle: Die Boeing 767 F rutschte weit über die Piste hinaus.
Der Stimmenrekorder der in Miami verunglückten Boeing 767 F liefert erstmals Einblicke in die entscheidenden Minuten im Cockpit. Einer der Piloten des Fluges von Amazon Air warnte wiederholt vor dem hohen Tempo, automatische Systeme schlugen mehrfach Alarm.
Laura Frommberg
Laura Frommberg